Hip-Hop-Kultur in der DDR - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Hip-Hop-Kultur in der DDR

Poster zur Ausstellung „The Early Days. HipHop in der DDR“. (Foto: HCA)

Der Umgang der DDR mit der aus den USA stammenden Hip-Hop-Kultur ist das Thema einer Ausstellung, die noch bis 25. April im Heidelberg Center for American Studies (HCA) der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg zu sehen ist. Anfang der 1980er Jahre wurde Hip-Hop zu einer globalen Jugendkultur, die auch den Eisernen Vorhang überwand. Die Ausstellung „The Early Days. HipHop in der DDR“ zeigt den kulturellen Transfer auf, analysiert das Verhältnis zwischen den Akteuren und der DDR-Obrigkeit und wirft einen Blick auf die Freiräume für Breakdancer, Rapper und Graffitikünstler jenseits der Mauer. Die „vier Elemente“ der Hip-Hop-Kultur – Breakdance, DJ-ing, Rap und Graffiti – hatten ihre Ursprünge in der Bronx in New York. In der DDR entstand schnell eine eigene Szene, die den SED-Staat vor große Herausforderungen stellte. Spätestens mit dem Film „Beat Street“, der seit 1985 auch in den DDR-Kinos gezeigt wurde, entwickelte sich die Hip-Hop-Kultur dort nahezu flächendeckend und die regionalen Szenen vernetzten sich miteinander. HipHop war in der DDR nicht verboten, sollte aber kontrolliert, überwacht und gegebenenfalls eingedämmt werden. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Biographien der Akteure, basierend auf Zeitzeugeninterviews, Archivmaterial und Alltagsgegenständen aus privaten Sammlungen. „Dieser spezielle transatlantische Kulturtransfer regt auch heute noch einen vielfältigen generationsübergreifenden Dialog zwischen Ost und West an und bietet einen Blick auf ein außergewöhnliches Stück Alltagsgeschichte in der DDR“, erklärt Reno Rössel vom Steinhaus Bautzen e.V., das die Ausstellung zusammen mit der Universität Leipzig konzipierte.

Quelle: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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