Insekten auf den Speiseplan!...? - wissenschaft.de
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Insekten auf den Speiseplan!…?

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Der Koch David George Gordon bereitet in seinen Shows Gerichte mit Insekten zu. (Foto: F. J. Brown/AFP/Getty Images)
Heuschrecken, Skorpione und allerlei anderes Krabbelgetier – so mancher Thailand-Tourist hat schon einmal angewidert auf das Angebot einer Insekten-Snackbar gestarrt. Für etwa zwei Milliarden Menschen der Welt ist Insekten-Schmaus hingegen ganz normal. Das würde sich die Welternährungsorganisation auch für die Menschen der westlichen Länder wünschen, denn diese Lebensmittel sind gesund, schmackhaft und klimaschonend in der Produktion. Doch lässt sich der anerzogene Ekel überwinden? Über das Thema „Speisen wie im Dschungelcamp“ berichtet bdw-Autorin Christine Amrhein in der aktuellen Ausgabe von bild der wissenschaft.

Die objektiven Vorteile von Insekten als Lebensmittel liegen auf der Hand: Sie stecken voller Proteine, gesunder Omega-3-Fettsäuren und vieler anderer wichtiger Nährstoffe. Außerdem lassen sich Maden, Käfer und Co recht leicht massenhaft züchten und verursachen dabei deutlich weniger klimaschädliche Gase im Vergleich zur Fleischproduktion. Lecker sind sie offenbar auch, wie  Christine Amrhein durch Beschreibungen von begeisterten Insektenliebhabern dokumentiert.

Warum nicht mal Mehlwurm-Burger?

Wie sie berichtet, ist eine wesentliche Hürde bei der Vermarktung essbarer Insekten die bislang un­klare gesetzliche Situation in Europa. In einigen Ländern haben sie Lebensmittelstatus, in anderer hingegen nicht und wer sie vermarkten will, muss deshalb Genehmigungen einholen. Doch offenbar soll sich dies nun ab 2018 ändern. Das Europaparlament plant die Regelungen zu vereinfachen, damit Produktion und Vermarktung von Lebensmittel-Insekten ausgeweitet werden kann.

Dabei bleibt natürlich die Frage, wie wird sich die Nachfrage entwickeln? Dazu geben aktuelle Studien Hinweise, die Christine Amrhein anführt. Ekel scheint demnach das Haupthindernis zu sein. Vor allem Insekten, die als solche erkennbar sind, finden viele widerlich. Bei ver­arbeiteten Insektenprodukten scheint die Akzeptanz hingegen etwas höher zu sein. „Was wir essen, ist sehr stark durch unsere Kultur geprägt. Der Ekel, den viele Europäer beim Anblick von Insekten empfinden, hat sicherlich damit zu tun, dass sie diese Tiere mit Krankheiten, Schmutz oder verdorbenen Nahrungsmitteln in Verbindung bringen“, sagt Thomas Brunner von der Berner Fachhochschule.

Doch es scheint für einen Einstellungswandel durchaus Hoffnung zu geben, wie das Beispiel Sushi zeigt: Einst galt es bei uns als abstoßend, rohen Fisch zu essen. Mittlerweile ist Sushi hingegen gut etabliert. Ein ähnlicher Trend könnte sich nun bei den Insekten ebenfalls entwickeln, berichtet Christine Amrhein.

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Den detaillierten Artikel sowie „appetitanregende“ Abbildungen finden Sie in der aktuellen Ausgabe von bild der wissenschaft.

© wissenschaft.de
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Wissenschaftslexikon

Ka|ta|pho|re|se  〈f. 19; El.〉 Ladungstrennung, die bei der Berührung eines festen Nichtleiters u. einer nichtleitenden Flüssigkeit auftritt

Et|mal  〈n. 11; Mar.〉 Strecke, die von einem Schiff in der Zeit von Mittag bis Mittag zurückgelegt wird, Schiffstagereise [nddt., ”wiederkehrender Zeitpunkt“ von einem Tag zum andern]

Di|mor|phie  〈f. 19; unz.; Biol.〉 = Dimorphismus

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