Interaktiver Paulus-Brief bei Caritas-Ausstellung - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Geschichte+Archäologie

Interaktiver Paulus-Brief bei Caritas-Ausstellung

Paulus trifft Technik: Die interaktive Paulusbrief-Übersetzung. (Copyright: rmh new media GmbH)

Es ist der Klassiker auf jeder Hochzeit. Der berühmte Satz, den der Apostel Paulus im Jahr 54/55 n. Chr. an die frühchristliche Gemeinde der reichen griechischen Stadt Ephesus schrieb: „… Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1. Korinther 13,13). Eine der frühesten Abschriften des Dokuments in griechischer Sprache aus den Jahren 175-225 n. Chr. wird ab dem 23. Juli in der großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellung „CARITAS – Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart“ im Diözesanmuseum Paderborn zu sehen sein. Das Geschichtsmagazin DAMALS ist Kooperationspartner der Ausstellung. Die „Geschichte der Nächstenliebe“ ist Titelthema im aktuellen Heft 7/2015.

Das Museum macht nun erstmals den wertvollen Papyrus, der als Leihgabe Chester Beatty Library in Dublin im Original in Ausstellung gezeigt wird, auch multimedial erlebbar: Auf einem 55 Zoll großen Bildschirm können die Besucher die digitale Version der Abschrift berühren, mit dem Finger über die einzelnen Zeilen fahren und erhalten die deutsche Übersetzung der jeweiligen Passagen.

Enge Kooperation von Wissenschaft und Technik

„Der Paulus-Brief ist ein bedeutendes Dokument der Christenheit und umfasst die nicht nur die in der christlichen Welt rezipierten Worte zum allumfassenden Gebot der Liebe. Dank moderner Technik können wir den Besuchern nun einen unmittelbaren Zugang zum Originaltext und zur Auseinandersetzung mit dem Papyrus ermöglichen“, sagt Christoph Stiegemann, Direktor des Diözesanmuseums Paderborn. Für die Umsetzung arbeitete das Haus mit der Kölner Firma rmh new media GmbH zusammen, die sich auf die Produktion von digitalen Medien spezialisiert hat. Bereits für die CREDO-Ausstellung entwickelten sie einen interaktiven Taufbrunnen, der den Besuchern direkt zu Beginn der Ausstellung erwartete. „Beim Einsatz von moderner Technik im musealen Bereich achten wir darauf, dies behutsam und mit einer den Kunstobjekten angemessenen Sensibilität zu tun. Anders als im Messe- oder Eventbereich, wo es um den Wettbewerb und die besondere Auffälligkeit geht, ist hier Tiefe und Qualität gefragt. Aus diesem Grunde arbeiten wir auch stets eng mit den Wissenschaftlern zusammen“, sagt Sina Mostafawy, Geschäftsführer von rmh new media.

„CARITAS – Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart“ zeigt vom 23. Juli bis 13. Dezember 2015, wie sich die Kunst durch die Jahrhunderte dem herausfordernden Thema der Nächstenliebe immer wieder auf unterschiedlichste Art und Weise gestellt hat. Dabei spannt sich der Bogen von Kostbarkeiten aus der Antike, mittelalterlicher Buchmalerei und Schatzkunst, über Gemälde bedeutender Künstler wie Raffael, Lucas Cranach d.Ä., Peter Paul Rubens, Eugène Delacroix und Ernst Ludwig Kirchner bis zu Foto- und Videoarbeiten von Vanessa Beecroft und Bill Viola.

Quelle: Diözesanmuseum Paderborn / Redaktion DAMALS
Anzeige
Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

Ge|brauchs|an|ma|ßung  〈f. 20; unz.; Rechtsw.〉 unrechtmäßiger Gebrauch

Flug|leh|rer  〈m. 3〉 jmd., der Flugschüler das Fliegen, das Führen eines Flugzeugs lehrt

Fern|seh|stu|dio  〈n. 15〉 techn. Einrichtung für die Herstellung u. Übertragung von Fernsehsendungen zu den Fernsehsendern

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige