Jüdische Sportler in der Gesellschaft - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Jüdische Sportler in der Gesellschaft

Voller Stolz: die Ringer Julius (links) und Hermann Baruch (Foto, um 1927). Baruch-Archiv, Wiesbaden

Die Ausstellung „Never walk alone. Jüdische Identitäten im Sport“ fragt nach der Identität und dem Zugehörigkeitsgefühl von jüdischen Sportlern und Sportlerinnen. Sie ist noch bis zum 7. Januar 2018 im Jüdischen Museum München (Sankt-Jakobs-Platz 16, Tel. +49 (0)89 233-96096) zu sehen.

Als seit Mitte des 19. Jahrhunderts der Sport immer mehr die Massen begeisterte, bot sich auch für jüdische Athleten die Möglichkeit zu gesellschaftlichem Aufstieg. Erfolge im Turnen und Fechten, Schwimmen, Tennis, Fußball oder Boxen waren ein wichtiges Mittel zur Entwicklung und Festigung moderner jüdisch-deutscher Identitäten.

Zugleich wurde dadurch dem Stereotyp vom schwächlichen jüdischen Körper der Boden entzogen. Die Ausstellung präsentiert einzelne Biographien und fragt auch nach der Selbstwahrnehmung der Sportler, von denen viele nur durch die antisemitische Zuschreibung der Nationalsozialisten zu „Juden“ wurden und deshalb meist nicht an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin teilnehmen durften. Auch die oft enthusiastische Beziehung der Fans zu „ihren“ Sportlern wird beleuchtet.

Quelle: DAMALS-Redaktion
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