Knochenfunde im Lehm - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Knochenfunde im Lehm

Erstmals ist in Deutschland ein „Tell“ entdeckt worden. Archäologen um Robert Ganslmeier vom Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle fanden den 7000 bis 5500 Jahre alten Wohnhügel bei Oberröblingen in Sachsen-Anhalt. Solche Tells entstehen, wenn Siedlungen niedergerissen und auf ihren Resten neue Behausungen gebaut werden. Bisher waren Tells nur vom Balkan, von Vorderasien und Indien bekannt. Der jetzt entdeckte Wohnhügel besteht vorwiegend aus Lehmresten. Die ursprüngliche Wohnanlage wurde von Menschen der Jungsteinzeit auf einer ovalen Fläche von rund 100 Meter Länge und 50 Meter Breite angelegt. Vor 5500 Jahren wurden die Wohnstätten verlassen.

Die Forscher fanden in dem Wohnhügel auch Hinweise auf rituelle Handlungen und eine Opferstelle: Neben zwei Skeletten von Jugendlichen ohne Kopf lagen Pferde- und Kalbsknochen, der Schädel eines Hundes sowie mehrere Keramikgefäße. Einer der Halbwüchsigen trug einen Armreif aus Knochen. Ganslmeier vermutet, dass die Jugendlichen geopfert oder hingerichtet worden sind.

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