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Geschichte|Archäologie

Koreanischer Pinselbecher

Zehn deutsche Museen mit koreanischen Sammlungsbeständen ermöglichen die Sonderausstellung „Entdeckung Korea! – Schätze aus deutschen Museen“, die vom 17. Februar bis zum 27. Mai 2012 im Grassi Museum für Völkerkunde in Leipzig zu sehen ist. Die Ausstellung, die auf die Initiative der Korea Foundation zurückgeht, war bereits in Köln zu Gast, später wird sie auch noch in Frankfurt am Main und in Stuttgart zu sehen sein. Allerdings wird nicht immer das gleiche präsentiert: Jedes Museum verwirklicht ein eigenes Konzept, basierend auf einer Auswahl aus den insgesamt 115 Exponaten, die zur Verfügung stehen. Einige der wertvollsten Stücke können aufgrund konservatorischer Vorgaben nur zeitweise gezeigt werden. Die Leipziger Ausstellung wird zudem aus Beständen der beiden sächsischen Völkerkundemuseen in Leipzig und Dresden ergänzt. Besonders aus den Bereichen höfisches Leben und Militärgeschichte verfügt Leipzig über Objekte, die in vergleichbarer Anzahl und Qualität außerhalb Koreas kaum zu finden sind.

Der Schwerpunkt liegt im Grassi Museum auf der Vermittlung zentraler geistiger, sozialer und ästhetischer Aspekte der traditionellen koreanischen Kultur. Außerdem wird die Verbindung zwischen Deutschland und Korea seit der Öffnung koreanischer Häfen für westliche Schiffe am Ende des 19. Jahrhunderts beleuchtet. Viele Deutsche arbeiteten damals in Korea, etwa als Händler oder Diplomaten. Vor allem sie waren es, die koreanische Gegenstände nach Deutschland brachten. Ein wichtiges Beispiel der frühen Beziehungen ist der Diplomat und Sammler Paul Georg von Möllendorff, der bis heute in Korea geachtet wird, da er sich in den 1880er Jahren im Dienste des koreanischen Königs für die Unabhängigkeit Koreas und gegen die japanischen Hegemonie-Bestrebungen einsetzte.

Zu sehen sind in der Ausstellung herausragende koreanische Objekte, die auch in den Museen, aus denen sie stammen, nur sehr selten der Öffentlichkeit gezeigt werden. Ein halbedelsteinbesetzter, perlmuttverzierter Pinselbecher mit plastischem Pflanzendekor aus dem 19. Jahrhundert ist neben Bernsteinanhängern und anderen Schmuckstücken, Rangabzeichen und Gebrauchsgegenständen des einstigen Königshofes und der hohen Aristokratie eine der besonderen Sehenswürdigkeiten.

Außerdem werden in Leipzig in der Reihe „Korea im Fokus“ zusätzliche Führungen, Vorträge, Filmvorführungen, Konzerte und Workshops für Erwachsene und Kinder begleitend zur Ausstellung angeboten. Es ist ein 400-seitiges, zweisprachiges Begleitbuch zur Ausstellung erhältlich.

Quelle: Timo Widmaier
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