Lifestyle und Anti-Aging Kongress - Abnehmen fällt Männern leichter als Frauen - wissenschaft.de
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Lifestyle und Anti-Aging Kongress – Abnehmen fällt Männern leichter als Frauen

Abnehmen fällt Männern mit Bauch nach ärztlicher Erkenntnis leichter als übergewichtigen Frauen. Das Bauchfett sei wesentlich leichter zu bekämpfen als die bei Frauen „typische Fettansammlung im Hüft- und Oberschenkelbereich“, sagte der Heidelberger Mediziner Andreas Hamann am Donnerstag. Dafür sei die „abdominale Adipositas“ – so der wissenschaftliche Begriff für einen dicken Bauch – aber gesundheitlich riskanter.

Etwa 15 bis 20 Prozent der Deutschen litten an Übergewicht, sagte Hamann. „Relativ dramatisch“ sei die Situation bei Kindern und Jugendlichen. Ein guter Indikator sei der Gürtelumfang – überschreite dieser 80 Zentimeter bei Frauen, 94 Zentimeter bei Männern, werde es riskant. „Wenn der Gürtelumfang steigt, steigen auch Cholesterinspiegel und Blutdruck.“ In Heidelberg trafen am Donnerstag mehrere hundert Wissenschaftler beim zweiten „Lifestyle und Anti-Aging Kongress“ zusammen, um über Fragen der Altersmedizin zu diskutieren – von Übergewicht über Hormontherapie bis zu Sexualität im Alter. Auf dem Programm steht aber auch das Thema „Haut und Haare zwischen Erotik und Tragik“. Der Kongress dauert bis zum Samstag.

Ein Wundermittel gegen das Altern ist nach wie vor nicht in Sicht. Viele Mittel seien zudem bei gesunden Menschen überflüssig, sagte der der Gießener Mediziner Claus Leitzmann. Als Beispiele nannte er Vitamine und Mineralstoffe. „Gesunde Erwachsene, die sich vollwertig ernähren, brauchen das nicht. Die meisten Vitamine und Mineralstoffe produzieren nur teuren Urin.“ Am hilfreichsten gegen frühzeitige Vergreisung seien nach wie vor viel Bewegung und gesunde Ernährung.

Gelungen ist die Lebensverlängerung allerdings inzwischen bei einfachen Organismen wie Rundwürmern, aber auch Mäusen. Wissenschaftler haben inzwischen drei Gruppen von Genen identifiziert, die das Altern kontrollieren. Dies sind Gene, die den Energieverbrauch regulieren, stressreduzierende Gene und die so genannten „Uhrzeitgene“, die die Lebensdauer von Zellen bestimmen, wie es in einem Papier des Heidelberger Molekularbiologen und Alzheimer-Forschers Konrad Beyreuther heißt. Beim Rundwurm etwa führte die Ausschaltung der Uhrzeitgene zu einer Erhöhung der Lebenserwartung um das Zehnfache – von 21 auf 210 Tage. Ähnliche Versuche bei Menschen seien aber „nicht wünschenswert“, sagte der Tübinger Mediziner Peter Nawroth.

dpa
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