Museum Schwedenspeicher in Stade wieder geöffnet - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Museum Schwedenspeicher in Stade wieder geöffnet

In einer Rekordzeit von nur acht Monaten wurde das Museum Schwedenspeicher in Stade saniert und umgebaut. Neben den kulturhistorischen Museen Hamburgs, dem Schloss Gottorf und dem Focke Museum Bremen zählt der Schwedenspeicher in Stade zu den wichtigsten Ausstellungshäusern für Kulturgeschichte in Norddeutschland.

Auf 1200 Quadratmetern völlig neu gestalteter Ausstellungsfläche kann der Besucher die 1000-jährige Geschichte der Hansestadt anhand von bedeutenden Exponaten und Medienstationen erforschen. Im Erdgeschoss werden die berühmten Stader Hafenfunde dauerhaft ausgestellt. Sie spiegeln die Stadtgeschichte in all Ihren Facetten wider und stellen zahlreiche internationale Bezüge zu den Handelspartnern vergangener Zeiten her. In Ihrer Qualität und Quantität können sich die Objekte mit den großen Fundkomplexen aus den Häfen von London oder Bergen messen. Da der Stader Hafen während seiner Nutzung vom 10. Jahrhundert bis 1989 nie ausgebaggert wurde, ist dieser einmalige Fundniederschlag erhalten geblieben.

Während sich das Erdgeschoss der Historie Stades widmet, die an einem Multimediamodell nachvollzogen werden kann, wird im ersten Obergeschoss die Geschichte der Hanse präsentiert. Hier dient Stade als Anknüpfungspunkt, um die bedeutendste Handelsorganisation des 13. bis 17. Jahrhunderts auf Basis aktueller Forschungsergebnisse vorzustellen. Es handelt sich um die erste große Ausstellung zur Hansezeit seit mehr als 20 Jahren. In fünf großen thematischen Einheiten werden die verschiedenen Facetten des Städtebündnisses unter die Lupe genommen. Der Besucher erfährt, was für Waren auf welchen Wegen mit Schiff und Wagen quer durch Europa transportiert wurden – die ersten Formen früher Globalisierung, auf der Basis von weitreichenden Netzwerken. Jedem der fünf übergeordneten Themen ist ein Kabinett zugeordnet, das interaktive Momente für den Besucher bereithält und den Fokus auf einen besonderen Schwerpunkt lenkt.

Für Kinder stehen Zeitkapseln zur Verfügung, in denen sie gemeinsam mit dem Außerirdischen »Milo« auf Reisen gehen können, durch die vielen Epochen der Stadtgeschichte.

Der Schwedenspeicher war im späten 17. Jahrhundert von der schwedischen Garnison errichtet worden. 1971 hatte eine Bürgerinitiative dafür gesorgt, dass der historische Proviantspeicher nicht einem Parkplatz weichen musste. 1977 wurde das Museum eröffnet, seitdem allerdings kaum gestalterisch verändert. Vom Charme der 1970er-Jahre ist von nun an nichts mehr zu erkennen! Der neu errichtete Fahrstuhl ermöglicht die barrierefreie Zugänglichkeit aller Etagen. Der Einbau eines Museumsshops wurde umgesetzt, ein Selbstbedienungscafé mit Medientischen integriert und ein großzügiger Foyerbereich eingerichtet.

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Im Zuge der Neueröffnung wurde auch der Internetauftritt der Museen Stade neu gestaltet. de zusammengefasst und in neuer Gestaltung übersichtlich online präsentiert.

Quelle: Regina Wetjen
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