Neuer Test beurteilt Fahrtüchtigkeit ohne Pusten - wissenschaft.de
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Neuer Test beurteilt Fahrtüchtigkeit ohne Pusten

Ein Minicomputer könnte in Zukunft das Pusten bei der Alkoholkontrolle ersetzen. Er prüft die Fahrtüchtigkeit mit Reaktionstests und erwischt damit auch Autofahrer, die völlig übermüdet sind oder andere Drogen genommen haben. Erste Erfahrungen mit dem Gerät schildern britische Forscher auf einer Konferenz der Cranfield-Universität. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist (Ausgabe vom 22. November, S.25).

Der von Julia Boyle von der Universität von Surrey in Guildford und ihren Kollegen entwickelte Prototyp läuft auf einem PDA. Er wird zurzeit von der britischen Polizei auf seine Praxistauglichkeit geprüft. Das Gerät überprüft mit zwei Tests in etwa zehn Minuten die Kontrolle der Fahrer über ihre eigenen Bewegungen, ihre Reaktionen auf unerwartete Ereignisse und ihre Konzentrationsfähigkeit. Wie bei herkömmlichen Alkoholtests soll das Gerät die Fahrtüchtigkeit danach in drei Kategorien einteilen: positiv, negativ oder eine Grauzone dazwischen.

Beim ersten Fahrtüchtigkeitstest müssen die Fahrer auf dem Bildschirm mit dem Stift einem sich bewegenden Gegenstand folgen. Erscheint ein zweites Objekt, müssen sie einen Schalter drücken, während sie den ersten Gegenstand weiterverfolgen. Im zweiten Test erscheinen in schneller Folge Verkehrszeichen auf dem Bildschirm. Die Fahrer sollen auf die Schilder reagieren, nur auf ein bestimmtes Zeichen nicht.

Mit den Reaktionstests könnten einige Schwierigkeiten umgangen werden, die Atem- und Bluttests mit sich bringen. Atemtests können lediglich Alkohol entdecken. Bei den Bluttests ist es schwierig, einen einzigen Test zu entwickeln, der die ganze Bandbreite illegaler Drogen nachweisen kann. Und manche Drogen, etwa Cannabis, sind noch im Blut nachzuweisen, wenn ihr Einfluss auf das Verhalten bereits nachgelassen hat.

ddp/bdw ? Katharina Vogelmann
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