Objekte erzählen vom Kalten Krieg - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Objekte erzählen vom Kalten Krieg

Telefonapparat aus dem Alliierten Kriegsverbrechergefängnis Spandau, 1953. (Foto: AlliiertenMuseum/Chodan)

Telefon, Markierungskegel, Bibliotheksausweis – nicht immer erschließt sich die Bedeutung eines historischen Objektes auf den ersten Blick. Welche Aussagekraft selbst Dinge des alltäglichen Lebens im Nachhinein besitzen, zeigt die neue Sonderausstellung des AlliiertenMuseums „100 Objekte. Berlin im Kalten Krieg“.

Die Präsentation rückt 100 Objekte ins Rampenlicht, die jedes für sich eine ganz eigene Geschichte aus der Zeit des Kalten Krieges erzählen. Die Schau ist bis zum 28. Januar 2018 zu sehen.

Die Ausstellungsmacher haben Alltagsgegenstände neben politisch aufgeladene oder bewusst inszenierte Hinterlassenschaften des Ost-West-Konfliktes gestellt. Geschichten aus den beiden Berliner Stadthälften werden durch Erzählungen zur staatlichen Teilung Deutschlands und zu den Auswirkungen des globalen Kalten Krieges auf Berlin ergänzt. Verbindendes Element der Objekte ist ihr Berlin-Bezug. Wie keine andere Stadt der Welt wurde Berlin zum Brennpunkt des Kalten Krieges. Noch heute machen die Spuren dieser Zeit einen großen Teil der Faszination Berlins aus.

Die Ausstellung fasst die Schlüsselrolle Berlins im Kalten Krieg in fünf Leitbegriffe und ordnet diesen die ausgewählten 100 Objekte zu. Sie beschreiben die Bedeutung und Rolle Berlins als Symbol, Front, Bühne, Schaufenster und Erinnerungsort des Kalten Krieges. Neben der politischen Dimension des Ost-West-Konfliktes rückt dabei der Alltag in der geteilten Stadt in den Fokus. Die ausgewählten Objekte und ihre Geschichten veranschaulichen die Zusammenarbeit und Konfrontation der vier Siegermächte, reflektieren die Teilung der Stadt und illustrieren das inszenierte politische Selbstverständnis West- und Ost-Berlins als „Vorposten der Freiheit“ bzw. als „Hauptstadt der DDR“.

Darüber hinaus zeigen sie, welche Auswirkungen der Kalte Krieg auf das kulturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben hatte und wie eng die Lebenswirklichkeit der Berliner Bevölkerung mit den politischen Entwicklungen verknüpft war. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist die zentrale Bedeutung Berlins als Erinnerungsort des Kalten Krieges. Ikonen der Erinnerungskultur wie das britische Luftbrückenflugzeug oder das Kontrollhäuschen vom Checkpoint Charlie dienen im öffentlichen Gedächtnis bis heute als Sinnbilder des Ost-West-Konfliktes. Andere Erinnerungsorte entstanden erst später, sind in ihrer Aussagekraft jedoch nicht weniger eindrucksvoll.

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Quelle: AlliiertenMuseum
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