Pionierinnen der Archäologie - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Pionierinnen der Archäologie

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Ohne Zweifel war Agatha Christie eine begnadete Krimiautorin. Aber dass sie ihren detektivischen Spürsinn auch auf einem ganz anderen Feld auslebte, wissen nur wenige: 30 Jahre lang hat die Britin als Archäologin gearbeitet. An der Seite ihres Mannes, des Archäologen Max Mallowan, verbrachte sie zwischen 1928 und 1958 viel Zeit im Nahen Osten, wo sie vor allem prähistorische Keramiken restaurierte und eine umfangreiche Fotodokumentation der Funde anfertigte.

Christie ist eine von sieben Pionierinnen der Archäologie, die Amanda Adams vorstellt. Die Erste in der Riege ist Amelia Edwards (1831 bis 1892), Spezialistin für das Alte Ägypten, den Schluss macht Dorothy Garrod (1892 bis 1968), die steinzeitli-che Funde in Europa und Palästina erforschte. Zwar gehen die einzelnen Biografien nicht sehr in die Tiefe, und auch die wissenschaftlichen Aspekte kommen recht kurz. Doch die Stärke des Buchs ist, dass es zeigt, wie sich die Archäologie im Laufe der Zeit von der Schatzsuche zur Wissenschaft gewandelt hat – und mit welcher Energie und welchem Mut die vorgestellten Frauen zu Werke gingen. Nicht allein, was ihre abenteuerlichen Expeditionen betraf, sondern vor allem mit Blick auf die Konventionen der damaligen Zeit: Die Rolle als Wissenschaftlerin – noch dazu in einem männerdominierten Feld wie der Archäologie – war früher geradezu anstößig. Martina Zick

Amanda Adams SCHERBEN BRINGEN GLÜCK Gerstenberg, Hildesheim 2013 240 S., € 26,95 ISBN 978–3–8369–2674–4

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