Rasante Zukunft für Frauen - wissenschaft.de
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Rasante Zukunft für Frauen

Bei der Olympiade 2156 könnte erstmals eine Frau über 100 Meter schneller sein als der schnellste Mann. Dabei wird die Siegerin voraussichtlich nach 8.079 Sekunden die Ziellinie überqueren. Diesen Schluss zieht ein britisches Forscherteam aus einer Hochrechnung, die auf den Siegerzeiten aller bisherigen olympischen Einhundertmeterläufe basiert. Andrew Tatem und seine Kollegen von der Universität von Oxford berichten über ihre Berechnung in der Fachzeitschrift Nature (Bd. 431, S. 525).

Die Wissenschaftler trugen die Siegerzeiten aus den 100-Meter-Rennen der vergangenen hundert Jahre von Männern und Frauen in ein Koordinatensystem ein und verbanden die einzelnen Punkte. Durch Verlängerung der entstehenden Linien ermittelten sie die potenziellen Siegerzeiten zukünftiger Olympiaden.

Bei der Auswertungen stellten die Forscher fest, dass die Linien unterschiedlich steil anstiegen. Dabei besaß die Gerade der Frauenrennen eine größere Steigung, da sich die Siegerzeiten bei den Frauen von Wettkampf zu Wettkampf stärker verbessert hatten als die der Männer. Im Diagramm der Wissenschaftler kreuzen sich beide Linien im Jahr 2156. Die Forscher sagen für die entsprechende Olympiade eine Siegerzeit im 100-Meter-Lauf der Frauen vom 8.079 Sekunden voraus. Sie würde damit knapp über der Siegerzeit der Männer von 8.098 Sekunden liegen.

In der Vergangenheit hatte nur eine Minderheit der Frauen die Möglichkeit, an Wettkämpfen teilzunehmen, liefern die Forscher eine mögliche Erklärung für die größeren Steigerungen. Verbesserte Trainingsmethoden sowie biologische und medizinische Forschung könnten auch in Zukunft für ein Anhalten dieses Trends sorgen. Dennoch wird nur die Zeit klären, ob bei der 66. Olympiade erstmals eine Frau der schnellste Mensch der Welt sein wird, ergänzen Tatem und seine Kollegen.

ddp/bdw ? Dirk Gilson
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