Sächsischer Aufbruch - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Sächsischer Aufbruch

Er war der zweite Sohn des sächsischen Kurfürsten Friedrich August II., also ein Enkel Augusts des Starken: Prinz Xaver von Sachsen (1730–1806). Ihm, der als Administrator des unmündigen Thronfolgers zwischen 1763 und 1768 die Weichen für tiefgreifende Reformen in Sachsen stellte, ist noch bis zum 6. Januar 2010 eine interessante Ausstellung im Schlossbergmuseum in Chemnitz gewidmet.

Durch den Siebenjährigen Krieg war das Land Sachsen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Das „Retablissement“ des Prinzen Xaver führte zur Überwindung von Zunftschranken, zur Einführung neuer Arbeitstechniken und Bildungsinhalte und ebnete so den Weg ins Industriezeitalter.

Nach 1768 zog sich Xaver in die Champagne zurück. Nach dem Ausbruch der Französischen Revolution wurde er zur Ausreise gezwungen. Den größten Teil seiner Bibliothek und seiner Kunstsammlungen musste er zurücklassen; dieser Schatz wird heute in Troyes aufbewahrt. Zum ersten Mal kann man nun wieder in der Chemnitzer Ausstellung diesen persönlichen Besitz des Prinzen in Augenschein nehmen.

Quelle: Dr. Heike Talkenberger
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