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Geschichte|Archäologie

Schädelfund bezeugt: Adam kam aus Afrika

Den ersten fossilen Beleg dafür, dass der moderne Mensch von Afrika aus die Welt besiedelte, hat ein internationales Forscherteam um Frederick Grine von der Stony Brook University im US-Bundesstaat New York gefunden. Bisher stützt sich die „ Out-of-Africa-Theorie“ nur auf genetische Analysen lebender Menschen. Danach sind unsere Vorfahren vor etwa 65 000 bis 25 000 Jahren aus Afrika nach Europa und Eurasien aufgebrochen.

Jetzt untersuchten die Paläoanthropologen einen Schädel, der 1952 bei der Stadt Hofmeyr in Südafrika ausgegraben worden war. Bisher konnten Wissenschaftler das Alter des Fossils nicht bestimmen, da der Schädel nicht mehr genügend organische Reste enthielt, um ihn mit der üblichen Radiokarbonmethode zu datieren. Das gelang Grine und seinen Kollegen mit einem neuen Verfahren: Die Wissenschaftler prüften nach, wie viel radioaktive Strahlung von den Sandkörnern, die den Hofmeyr-Schädel ausfüllten, absorbiert worden war. Dabei ergab sich ein Alter von etwa 36 000 Jahren. Der Schädel schließt damit eine Lücke bei den menschlichen Fossilien, die südlich der Sahara gefunden wurden und etwa 70 000 bis 15 000 Jahre alt sind.

Als die Forscher den Hofmeyr-Schädel mit etwa gleich alten Schädeln aus Europa und Eurasien verglichen, stellten sie fest, dass sich alle stark ähnelten, was die Out-of-Africa-Theorie weiter erhärtet.

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