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Geschichte+Archäologie

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Beweise für die Ankunft der ersten Menschen in Amerika vor mehr als 40.000 Jahren sind offenbar falsch. Das berichten Paul Renne vom Berkeley Geochronology Center und Kollegen in der Zeitschrift Nature. Die Forscher bestimmten das Alter von Vulkangestein, in dem mexikanische Forscher im Juli menschliche Fußspuren entdeckt hatten. Renne und Kollegen kamen zu dem Ergebnis, dass das Gestein nicht 40.000, sondern 1,3 Millionen Jahre alt ist.

Die Aufregung war groß, als Silvia Gonzalez und ihre Kollegen im Juli menschliche Fußabdrücke präsentierten, die in 40.000 Jahre altem Vulkangestein zu sehen waren. Vor dem Fund herrschte die Theorie vor, dass die ersten Menschen vor 10.000 bis 15.000 Jahren über die Beringstraße nach Amerika gekommen waren. Die Spuren aus Mexiko schienen nun eine wesentlich frühere Besiedlung Amerikas zu belegen.

Doch die Forscher um Renne widersprechen dieser These. Sie datierten die Tufflagen, in denen die Abdrücke zu finden waren, mit Hilfe der Argon-Argon-Methode ? und kamen zu dem Ergebnis, dass das Gestein zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Jahre alt ist. Darauf deutete auch die Magnetisierung des Gesteins hin: Es muss entstanden sein, als das Erdmagnetfeld anders herum gepolt war als heute. Die jüngste Umpolung ist etwa 790.000 Jahre her.

Aus diesen Ergebnissen schließen die Forscher, dass die Fußabdrücke nicht direkt nach der Ablagerung des Gesteins von Menschen erzeugt worden sein können, da der Homo sapiens erstmals vor etwa 200.000 Jahren in Ostafrika auftauchte ? also eine Million Jahre nach der Entstehung der Spuren. Dass Vormenschen die Abdrücke hinterließen, halten die Forscher ebenfalls für extrem unwahrscheinlich.

Paul Renne (Berkeley Geochronology Center) et al.: „Age of Mexican ash with alleged „footprints““. Nature, Online-Ausgabe, doi: 10.1038/nature04425 Ute Kehse
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