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Geschichte|Archäologie

Sensationeller Sammlungszuwachs: Zwei neue Klimt-Gemälde für das Belvedere

Gustav Klimt, Familie, 1909/1910, Öl auf Leinwand, 90 x 90 cm, Belvedere, Wien, © Belvedere, Wien

Das Belvedere kann sich über den bedeutendsten Sammlungszuwachs seit 1945 freuen: Das Wiener Museum, in dem die weltweit größte Sammlung von Gemälden Gustav Klimts beheimatet ist, besitzt jetzt zwei weitere Arbeiten des österreichischen Ausnahmekünstlers. Die Klimt-Werke Sonnenblume (1907) und Familie (1909/10), die sich bisher im Besitz des verstorbenen Wiener Kunstsammlers Peter Parzer befanden, gehen in die Sammlung des Belvedere über. Durch den Sammlungszuwachs erhöht sich der Klimt-Bestand des Belvedere auf insgesamt 24 Gemälde.

Belvedere-Direktorin Dr. Agnes Husslein-Arco zeigte sich hocherfreut über diese Vergrößerung der Sammlung: „ Für die Überlassung seiner Sammlung gebührt Peter Parzer unendlicher Dank. Dass das Belvedere und somit auch die Republik Österreich im Jubiläumsjahr von Gustav Klimt zwei neue Gemälde dieses großen Künstlers erhält, ist das schönste Geburtstagsgeschenk, das wir uns selbst und den Kunstfreunden auf der ganzen Welt machen können.“

Freude über den Sammlungszuwachs herrscht auch bei Kulturministerin Dr. Claudia Schmied: „Die Bereitschaft des Sammlers Peter Parzer, das Lebenswerk der Familie dem Belvedere und damit der Republik Österreich zu übertragen, ist im wahrsten Sinn des Wortes ein philanthropischer Akt. Dieses einzigartige Kunstvermächtnis an das Belvedere bereichert uns alle heute und in Zukunft, Generationen von interessierten Menschen werden sich an den Werken der Familie Parzer erfreuen und ihre Begeisterung und Leidenschaft für die Kunst teilen. Dass es Direktorin Agnes Husslein-Arco gelungen ist, die Sammlung Peter Parzers für das Belvedere zu gewinnen, ist ein enormer Verdienst.!“

Das 1907 in Litzlberg am Attersee entstandene Bildnis der Sonnenblume ist eines von Klimts herausragendsten Naturgemälden. Die anthropomorphen Züge der wie auf einem Thron erhöhten Pflanze lassen an Emilie Flöge denken, die Klimt im Jahr zuvor in Reformkleidern in einem Bauerngarten am Attersee fotografierte. Bislang unbemerkt blieben in der Vergangenheit die unzähligen Goldpunkte auf der Malschicht, die dieses Bild in die Werkgruppe der Goldenen Periode einordnen lassen. Nicht minder bedeutend ist die von Klimt 1909/10 gemalte Darstellung der Familie. Die deutliche Differenzierung von hell-modellierten Hautpartien und homogen-dunkler Farbbehandlung der überwiegenden Restfläche des Gemäldes erwies sich als wegweisend für spätere Bildkompositionen von Egon Schiele.

Die beiden Werke werden vom 9. bis zum 18. März im Oberen Belvedere zu sehen sein. Da die Sonnenblume vom 24. März an bei einer Ausstellung im Museo Correr in Venedig zu sehen sein wird, bietet sich nun die vorerst letzte Gelegenheit, die beiden Bilder vor der Eröffnung der großen Belvedere-Sommerausstellung „150 Jahre Gustav Klimt“ noch einmal zu sehen.

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Quelle: Belvedere
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