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Geschichte+Archäologie

So soll es sein – Handschrift Kleopatras entdeckt

Möglicherweise ist das Schriftstück aus dem Berliner Ägyptischen Museum die einzige Handschrift eines ägyptischen Herrschers

So soll es sein – Mit diesen griechischen Worten unterzeichnete die ägyptische Herrscherin Kleopatra (69 bis 30 v. Chr.) 33 vor Christus einen Bestechungsbefehl an einen römischen Armeechef. Diese weltweit einzigartige Handschrift entdeckte der niederländische Wissenschaftler Peter van Minnen jetzt im Magazin des Berliner Ägyptischen Museums.

Der Forscher fand die Handschrift, als er eine Festschrift zu Ehren des belgischen Papyrus-Forscher Jean Bingen zusammenstellte. Er sammelte hierfür die wertvollen Papyrusrollen aus den wichtigsten Altertums-Museen der Welt. Dietrich Wildung, Direktor des Ägyptischen Museums, erklärt die Handschrift sogar zur möglicherweise einzigen handschriftlichen Spur eines ägyptischen Herrschers überhaupt, da viele der damaligen Regenten vermutlich gar nicht schreiben konnten.

Über 100 Jahre lagerte die Handschrift Kleopatras unentdeckt im Magazin des Museums. In ihrem Befehl ordnete Kleopatra die Bestechung des römischen Armeechefs Canidius an. Dieser sollte ihren Ehemann Antonius dazu überreden, sie in der Seeschlacht von Aktium mitkämpfen zu lassen. Im Gegenzug erhielt Canidius 10.000 Sack Weizen für den Export und durfte steuerfrei 5.000 Amphoren importieren. Antonius ließ sich in der Tat überzeugen, Kleopatra zog in die Schlacht und verlor. Von der Niederlage gedemütigt, beging sie nach ihrer Rückkehr in Alexandria Selbstmord. Sie setzte sich eine Giftschlange auf die Brust.

Erstmals der Öffentlichkeit vorstellen will das Ägyptische Museum die Handschrift Kleopatras am Donnerstag den 26. Oktober.

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Birgit Stöcklhuber und Tagesanzeiger

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