Sprechende Steine - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Sprechende Steine

Wenn Steine reden könnten, wären die Archäologen glücklich. Die Uran-Thorium-Methode lässt diesen Wunschtraum sogar ein bisschen Wirklichkeit werden. Mit ihr lassen sich sehr alte Ablagerungen datieren, und das mit hoher Genauigkeit. Die Methode nutzt das Phänomen, dass das Isotop Uran-238 im Lauf der Zeit zu Thorium-230 zerfällt. Die Geschwindigkeit des Prozesses ist bekannt, daher verrät der Gehalt der Isotop-Spuren in der Probe deren Alter. Meist lässt sich diese Art der Datierung bei mineralischen Sinterablagerungen über Felswänden oder über Tropfsteinen anwenden. Auch Datierungen von Manganknollen und Korallen sind möglich. Die ältesten Gesteine, die bislang mit dieser Methode untersucht wurden, sind 300 000 Jahre alte Tiefsee-Sedimente. Theoretisch reicht der Blick in die Vergangenheit damit 500 000 Jahre weit.

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Haupt|ton  〈m. 1u〉 1 〈Mus.〉 der Ton bei Verzierungen, dem diese gelten 2 〈Metrik〉 stärkste Betonung (im Wort, im Satz); ... mehr

Flim|mer|zel|le  〈f. 19; Biol.〉 Epithelzelle, die Flimmerhärchen trägt

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