Friedrich der Große als Feldherr Steinzeitliche Siedlung - wissenschaft.de
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Friedrich der Große als Feldherr

Steinzeitliche Siedlung

In den letzten beiden Sommern (2008 und 2009) wurden am heute noch deutlich sichtbaren Nordwall auf dem Kapellenberg in Hofheim archäologische Ausgrabungen unternommen. Unter der Leitung von Professor Dr. Detlef Gronenborn vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum/Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und Dr. Udo Recker von der Hessischen Landesarchäologie und weitgehend finanziert von der Stadt Hofheim wurden sowohl der Hauptwall wie auch der diesem vorgelagerte, flachere Vorwall untersucht.

Bereits 2008 wurden bei der Grabung ausschließlich archäologische Gegenstände (Artefakte) aus der Jungsteinzeit, genauer gesagt aus der Michelsberger Kultur (4400 – 3500 v. Chr.), gefunden. Auch auf der übrigen Oberfläche des Bergrückens wurden immer wieder nur steinzeitliche Gegenstände aufgesammelt. Allerdings ist von der Siedlung innerhalb der Befestigung nichts mehr sichtbar erhalten geblieben, da die damaligen Häuser klein und leicht gebaut waren. Die heutigen noch erkennbaren Grabhügel und Reste eines Wachturmes stammen aus dem Endneolithikum und der römischen Zeit.

Bei den Untersuchungsschnitten quer durch den jungsteinzeitlichen Wall konnte eine Abfolge der Errichtung festgestellt werden. Zunächst wurde nur eine Palisade gebaut, diese dann abgetragen und an der gleichen Stelle der heute noch sichtbare Wall in drei Stadien errichtet. Eine Palisade wurde wahrscheinlich auch im Bereich des Vorwalles gebaut, auch diese wurde dann von einer kleinen Aufschüttung überdeckt.

Mittlerweile liegen die naturwissenschaftlichen Altersmessungen (14C-Datierungen) aus dem Wall vor. Sie bestätigen die bisherigen Vermutungen bis ins Detail: die Palisade brannte um 4000 v. Chr. ab, der Wall darüber existierte etwa 150 Jahre später.

Damit ist der Kapellenberg in Deutschland eine der wenigen steinzeitlichen Siedlungen mit sichtbar erhaltener, 6000 Jahre alter, Befestigungsanlage.

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Für die kommenden Jahre sind weitere Untersuchungen durch die Hessische Landesarchäologie und das Römisch

Quelle: Juliane Schwoch
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