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Geschichte|Archäologie

Stuttgart: „Haus Europa“ öffnet im Haus der Geschichte

Blick in den neuen Themenkomplex „Haus Europa" im Haus der Geschichte in Stuttgart. (Haus der Geschichte Baden-Württemberg/Daniel Stauch)

Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart hat das „Haus Europa“ als neuen Teil seines Themenparks eröffnet. Anhand von Objekten der letzten 200 Jahre – von der Karikatur aus dem Jahr 1813 bis zum 2016er Elektroauto – soll die Bedeutung Europas für das Leben der Bevölkerung in Baden-Württemberg dargestellt werden.
„Gerade im historischen Rückblick wird die überragende Wichtigkeit eines geeinten Europas für alle Menschen überdeutlich“, erklärte der Museumsleiter Thomas Schnabel. Die neue Abteilung, die sich auf 180 Quadratmeter Fläche mit insgesamt 166 ausgestellten Objekten erstreckt, ist in fünf Themenfelder unterteilt.

Wie nahe Freud und Leid beieinander liegen, zeigt das Themenfeld „Schlachthaus Europa“. Feldpostbriefe, Fotos und andere private Gegenstände geben Aufschluss über den Tod und das Elend, das die Kriege im 19. und 20. Jahrhundert herbeiführten. Ganz anders als diese kriegerische Rivalitäten, die auch in Südwestdeutschland zehntausende Todesopfer gefordert haben, sind die ausgestellten Uniformen der Deutsch-Französischen Brigade, die in Böblingen stationiert war, ein Beispiel für Versöhnung und Integration.

Wie sich die Vorstellungen über ein vereinigtes Europa über die letzten beiden Jahrhunderte entwickelten und inwiefern sie sich unterscheiden, wird in „Euro-Visionen“ gezeigt. So wird beispielsweise die „Mauer der Vorurteile“, die man während der Europawahl 2014 in Tübingen anhand verschiedener Medien wie Plakate aufzubauen versuchte, dargestellt.

Aus Feinden werden Freunde

„Das Europa der Monarchen, Politiker und Technokraten“ behandelt den steinigen Weg von jahrhundertelangen Feindschaften bis hin zu einer europäischen Einigung. Mehrere Objekte zur Rede des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle 1962 in Ludwigsburg machen bewusst, wie Europa zur Versöhnung inspiriert. Ein aktuelles Plakat gegen das Freihandelsabkommen TTIP dagegen zeigt, dass man auch zu Protesten bereit ist.
„Europa als gemeinsamer Markt“: Werbeplakate südwestdeutscher Firmen aus dem frühen 20. Jahrhundert stehen dafür, dass Wirtschaftsbeziehungen schon früh und auch in Zeiten politischer Eiszeit zwischen Staaten geknüpft wurden. Ein international gefertigter und in sechs europäischen Ländern mietbarer Kleinwagen veranschaulicht die heutigen intensiven Verflechtungen.

„Das Europa der Bürger“ widmet sich Verbindungen und Beziehungen, Initiativen, Solidarität und europäischem Alltag. Städtepartnerschaften entstehen in einer Vielfalt, wie sie auch die ausgestellten Gastgeschenke widerspiegeln: etwa das Holztischchen eines einstigen französischen Kriegsgefangenen für Trossingen oder eine weißrussische Wisent-Figur für Esslingen. Selbst die Gesundheit ist heutzutage europäisch, wie ein Feinstaubmessgerät verdeutlicht.

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Quelle: Haus der Geschichte Baden-Württemberg
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