"Typisch Japan. Reisefotografie des 19. Jahrhunderts" - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

„Typisch Japan. Reisefotografie des 19. Jahrhunderts“

Kusakabe Kimbei, Tänzerinnen, um 1890, Albumin, koloriert. (Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Foto: Maria Thrun)

Blühende Kirschbäume, Lotosblüten, Geishas im Kimono: Solche und ähnliche Motive prägen bis heute unser Japan-Bild. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) geht der Entstehung dieser Stereotype in der Ausstellung „Typisch Japan. Reisefotografie des 19. Jahrhunderts“ noch bis zum 8. August auf den Grund.

Bis 1868 war Japan im Zuge seiner vom Tokugawa-Shogunat betriebenen außenpolitischen Isolierung ein weitgehend unbekanntes Land. Nach der erzwungenen Öffnung begann die touristische Erschließung des Landes und löste eine immense Produktion von Souvenirs aus. Das populärste Erzeugnis dabei waren Fotografien, die in großen Mengen hergestellt, verkauft und von Touristen nach Europa gebracht wurden. Es bildeten sich schnell stereotype, inszenierte Motive heraus, die vor allem die Vorstellungen der Europäer von einer exotischen Fremde bedienen sollten.

Die Ausstellung beleuchtet die verschiedenen fotographischen Medien dieser Zeit in ihrer jeweiligen Funktion, beispielsweise Fotopostkarten, die die Stereotype in immer gleichen Motiven reproduzierten, oder Stereoskopien, mit denen eine Illusion räumlicher Tiefe erzeugt und die Abbildung scheinbar greifbar gemacht werden konnte. Eine Besonderheit der japanischen Fotografie stellten handkolorierte Fotos dar, die in keinem anderen Land in solchem Umfang hergestellt wurden.

Die Sammlung aus rund 100 Abbildungen wird ergänzt durch kunsthandwerkliche Objekte aus der Asiensammlung des MKG (Steintorplatz, 20099 Hamburg, Tel: 040-428134880), darunter Vasen, Figuren, Lackkästchen und Räuchergefäße. Die Gegenstände sind, wie die Fotografien, Souvenirs.

Quelle: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
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