Vergessener Beruf: Auf den Spuren der Lebzelter - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Vergessener Beruf: Auf den Spuren der Lebzelter

Kunstwerk aus Wachs. (Foto: Historisches Museum Bamberg)

Die Ausstellung „Licht und Lebkuchen“ im Historischen Museum Bamberg widmet sich noch bis zum 12. Januar 2014 dem Berufsstand des Lebzelters. Dieses mittelalterliche Gewerbe der Honig- und Wachsverarbeitung hat in Bamberg eine lange Tradition.

Der Lebzelter hat nicht nur süße Lebkuchen gebacken, sondern fertigte auch Arzneien aus Propolis (einer vom Bienen hergestellten Substanz), siedete Met in Schankstuben und zog Kerzen und Wachsstöcke. Dabei arbeitete er eng mit Model-Schneidern zusammen. In den sogenannten Modeln wurde sowohl Backwerk als auch Wachs zu kleinen Kunstwerken geformt und verziert. Das Wachs war als Lichtspender ein besonders wertvolles Material. Zu langen Kerzensträngen gezogen und kunstvoll gewunden, wurden Wachsstöcke zur Taufe, Kommunion oder Hochzeit verschenkt und häufig als Erinnerungsstücke in der Familie vererbt.

Die Ausstellung zeigt besondere Wachsstöcke und Wallfahrtsandenken aus der Privatsammlung des Bamberger Bäckermeisters Michael Kerling. Außerdem sind Backmodeln aus dem Bestand der Museen der Stadt Bamberg zu sehen. Das weihnachtliche Ambiente vervollständigen Krippen aus dem musealen Bestand.

Quelle: Historisches Museum Bamberg
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