Verwobene Geschichte - Den Faden weiter gesponnen… - wissenschaft.de
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Geschichte+Archäologie

Verwobene Geschichte – Den Faden weiter gesponnen…

… haben die Europäischen Ethnologen der Universität Bamberg. Sie präsentieren den Besuchern der Landesgartenschau auf der ERBA-Insel den Industriebetrieb hinter der Blütenpracht im Gartenreich. Auf dem Gelände der ehemaligen „Baumwollspinnerei Erlangen-Bamberg“ ist noch bis zum 07. Oktober 2012 auch Technik-Geschichte zu entdecken.

In der erhaltenen Batteurshalle, in der die angelieferte Baumwolle aufbereitet wurde, konzipierte das Team der Universität Bamberg eine facettenreiche Ausstellung durch über einhundert Jahre Firmengeschichte. Ausgehend von den Erinnerungen ehemaliger Mitarbeiter rekonstruierten die Forscher die Bedeutung der ERBA. Der Zweig der Textilproduktion war für die deutsche Industrialisierung von großer Bedeutung; ein Fakt, der sich im heutigen Sprachgebrauch erhalten hat – der alte Knacker, der rote Faden oder auch der Bogen, den man raus hat – alles Begriffe, die dieses Metier prägte.

Neben diesen überraschenden Einsichten kann der Besucher das Kratzen der rohen Baumwolle spüren, das Rattern der Webstühle hören und Entwurfszeichnungen der fertigen Kleidung bewundern. Darüber hinaus werfen die Macher der Ausstellung einen Blick auf die besondere Identifikation der Arbeiter mit ihrer ERBA. Das Unternehmen verstand es, seine Mitarbeiter mit Sozialleistungen, unter anderem im Wohnungsbau, an sich zu binden. Nicht selten wurde der Beruf über mehrere Generationen weitervererbt und es entstanden wahre Erbafamilien. Aber auch die harten Arbeitsbedingungen in einer Spinnerei des 19. Jahrhunderts oder die Lebensverhältnisse der ersten Gastarbeiter in den 1970er Jahren wurden nicht ausgespart.

So verdichten sich am Beispiel dieses fränkischen Unternehmens Schattenseiten und Errungenschaften der industriellen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert.

Quelle: Ulrike Schröder
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