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Geschichte+Archäologie

Von Heidelberg um die Welt

Kurfürst Friedrich III., der Fromme, war Auftraggeber des Heidelberger Katechismus. Foto: Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg.

Der Heidelberger Katechismus entstand 1563 im Auftrag Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz und ist nach wie vor die verbindliche Bekenntnisschrift reformierter Gemeinden. In über 40 Sprachen übersetzt dient er heute mehr als 20 Millionen Menschen als Glaubenszeugnis, besonders in Ländern calvinistischer Prägung wie den Niederlanden, der Schweiz oder Ungarn.

Die geplante Ausstellung soll von März bis Oktober 2013 parallel im Schloss Heidelberg, im Kurpfälzischen Museum in Heidelberg und im Paleis Het Loo in Apeldoorn gezeigt werden. Dabei widmet sich jedes Haus einem anderen Themenschwerpunkt: Die Ausstellung im Heidelberger Schloss zeigt den Hof der Kurfürsten Friedrich III. und seine dynastischen Verflechtungen in Europa. Das Kurpfälzische Museum Heidelberg wendet sich dem theologischen Aspekt des Katechismus zu und setzt ihn in den zeitlichen Kontext von Humanismus. In der Partnerausstellung in Apeldoorn werden die Religiosität des Hauses Oranien sowie die frühere und heutige Verbreitung des Heidelberger Katechismus im Mittelpunkt stehen.

Im Wesentlichen gliedert sich der Heidelberger Katechismus in drei große Teile: „Von des Menschen Elend“ (die Sündenerkenntnis), „ Von des Menschen Erlösung“ (die Erkenntnis der Erlösung) und „Von der Dankbarkeit“ (eine Ethik der Dankbarkeit mit Auslegung des Dekalogs und des Vaterunsers).

Bemerkenswert am theologischen Konzept ist der Umstand, dass alle kultischen Leistungen, wie das Gebet, ebenso wie die ethischen, die „guten Werke“, in den dritten Teil eingereiht sind. Dadurch wird eindeutig gesagt, dass in reformierter Sicht die „guten Werke“ nie dazu da sind, vor Gott angerechnet zu werden. Sie sind vielmehr dankbare und selbstverständliche Antwort auf die vorbehaltlose Gnade Gottes, die den Menschen durch Christus zugeeignet ist.

Quelle: Carmen Fischer
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