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Clara Zetkin - Frauen und der Klassenkampf

Vorreiterin der Frauenbewegung

Bildnis Fanny Lewald (1811-1889). Auguste Hüssener (1789-1877) nach einer Zeichnung ihres Ehemannes Eduard Ratti, um 1846, 18,0 x 17,0 cm (Platte) und 28,9 x 22,5 cm (Blatt) , Inv. Nr. C-500079 PAD. Foto: LWL

Sie zählte zu den Vorkämpferinnen der Frauenbewegung und war eine der bedeutendsten Dichterinnen des 19. Jahrhunderts in Deutschland – heute ist sie jedoch fast vergessen: Fanny Lewald, die vor 200 Jahren, am 24. März 1811, im ostpreußischen Königsberg als Fanny Marcus geboren wurde. Im Porträtarchiv Diepenbroick des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Münster befinden sich zwei graphische Bildnisse, die die Autorin zeigen.

Fanny Lewald wuchs als Tochter eines jüdischen Kaufmanns auf, der ihr – im Vergleich zu den meisten Frauen ihrer Zeit – eine gute Ausbildung ermöglichte: Bis zu ihrem 14. Lebensjahr besuchte sie eine Privatschule. Danach erhielt sie die für junge Mädchen damals übliche Ausbildung: Nähen, Stricken, Klavierspiel und Zeichnen sowie die Beschäftigung mit Literatur. 1831 ließ ihr Vater den Namen seiner Familie in Lewald umändern und zwang seine Kinder, zum protestantischen Glauben überzutreten, womit Fanny Lewald zeitlebens Probleme hatte.

Eine vom Vater arrangierte Ehe scheiterte am energischen Widerstand der Tochter. Sie wollte auf keinen Fall von einem Mann abhängig sein, sondern ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Erst mit 30 Jahren erhielt Fanny Lewald die Chance, ihren schriftstellerischen Neigungen nachzugehen. Nach der Veröffentlichung einiger Artikel erschienen 1843 zwei Romane, Clementine und Jenny, die sich mit der gesellschaftlichen Stellung der Frau und der Lage der Juden in Deutschland befassten.

In Berlin gründete sie einen literarischen Salon, in dem die literarische Szene der Stadt verkehrte. Neben autobiographischen Texten veröffentlichte die „deutsche Georges Sand“ zahlreiche Romane, Novellen, Erzählungen und Reisebücher. Ihre Themen sind heute noch aktuell: Emanzipation der Frauen, Frauenbildung, Antisemitismus und Zwangsverheiratung.

Auf Reisen in Italien lernte sie neben intellektuellen Frauen wie Adele Schopenhauer auch ihren zukünftigen Mann kennen, den Kunsthistoriker und Studienrat Adolf Stahr, der zu der Zeit bereits verheiratet war und fünf Kinder hatte. Stahr ließ sich erst nach einigen Jahren für sie scheiden. Gemeinsam unternahmen sie zahlreiche Reisen. Nach seinem Tod 1876 lebte sie zurückgezogen. Fanny Lewald starb 1899.

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Quelle: LWL
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