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Geschichte+Archäologie

Weiterer Münzfund in Kalkriese

Nachdem bereits im vergangenen Jahr mehrere römische Goldmünzen in Kalkriese, einem der möglichen Orte der Varusschlacht, gefunden wurden, konnte nun ein weiterer Hort mit mehr als 200 Silbermünzen ausgegraben werden. Wie schon zuvor, hatte das Prospektionsteam rund um den Grabungstechniker Klaus Fehrs den Fund lokalisiert und zusammen mit Archäologen geborgen. Es handelt sich um bisher umfangreichsten Fund dieser Art, der etwa dem Jahressold eines Legionärs entspricht.

Datierungen werden weiter bestätigt

Insgesamt wurden bislang sieben Hortfunde in Kalkriese entdeckt, bei denen Prägungen aus den Jahren 2 und 1 vor Christus stets die sogenannte Schlussmünzen bilden – also die jüngste Münzreihe darstellen. Die hinzugekommenen Silberdenare reihen sich in die bisherige Forschungsergebnisse nahtlos ein. Kalkriese als Ort der Varusschlacht kann indessen auch durch den neuen Fund nicht final bestätigt werden, wenngleich sich das Bild verdichtet, dass auf dem sogenannten Oberesch im Osnabrücker Land ein großes Ereignis in den Jahren der Zeitenwende stattgefunden hat.

Offene Fragen

Um mehr über den Münzhort zu erfahren, wird seit Beginn der Woche eine Grabung rund um den Fundort eine Grabung unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Salvatore Ortisi (LMU München) durchgeführt. Ebenso sind sie Münzen noch unbearbeitet und unrestauriert – dadurch sind viele der Münzbilder noch schwer zu erkennen und sollen in den kommenden Wochen vom Schmutz befreit werden. Erst danach ist es möglich, genauere Aussagen über die gefundenen Prägungen und ihren Kontext zu treffen.

Quelle: Varusschlacht im Osnabrücker Land. Museum und Park Kalkriese
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