Faszinierende Figuren: Eva Gesine Baur über Paul Wittgenstein Wiederherstellung des Schlossvorplatzes in Rheinsberg abgeschlossen - wissenschaft.de
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Faszinierende Figuren: Eva Gesine Baur über Paul Wittgenstein

Wiederherstellung des Schlossvorplatzes in Rheinsberg abgeschlossen

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) hat die gartendenkmalpflegrische Wiederherstellung des bereits unter Kronprinz Friedrich (II.) um 1738 angelegten Schlossvorplatzes in Rheinsberg abgeschlossen. Damit wird die Eingangssituation zu Schloss und Garten für Besucher wieder in ihrem ursprünglichen großzügigen und offenen Charakter erlebbar.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde der Platz kaum verändert. Um 1839 erfolgte die Begrünung des Platzes als Rasenfläche, die lediglich durch Verbindungswege zwischen Marstall, Schloss und Stadtportal gegliedert war. Mit der Nutzung des Schlosses als Diabetiker-Sanatorium nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zur weiteren Umgestaltung des Platzes nach rein funktionalen Aspekten mit asphaltierten Wegen und Rasenflächen. Im Zuge der Wiederherstellung des Vorplatzes wurden diese Asphaltflächen und Rasenflächen zurückgebaut und abgetragen.

Während der Bauarbeiten konnten unter dem Gelände befindliche historische Pflasterwege aus dem 18. Jahrhundert – vom Stadtportal zur Schlossbrücke und vom Marstall zur Schlossbrücke – freigelegt werden. Die ursprünglich beabsichtigte Integration und Instandsetzung der Pflasterwege musste im Laufe der Baumaßnahme aufgegeben werden. Grund dafür war der schlechte Zustand des Pflasters, der sich in zahlreichen Fehlstellen, Absackungen und Verwerfungen im Pflaster manifestierte. Außerdem wies das Pflaster nicht die erforderliche Tragfähigkeit auf, um eine gelegentlich notwendige Befahrung mit heutigen Fahrzeugen zu erlauben. Die SPSG hat sich zusammen mit dem Brandenburgischen Landesdenkmalamt aufgrund dieser Gegebenheiten für eine Überbauung des alten Pflasters entschieden, da dies den besten Schutz für die historische Substanz darstellt. Die Platzfläche wurde daraufhin mit einer einheitlich wassergebundenen Wegedecke befestigt. Die Fläche entlang der Stadtmauer, die sogenannte Rehbucht, wurde in die Platzfläche des Schlossvorplatzes mit einbezogen.

Der Überbauung ging eine umfangreiche Dokumentation der Pflasterfläche durch Archäologen voraus. Anhand dieser Dokumentation können der Öffentlichkeit die Befunde demonstriert und veranschaulicht werden. Außerdem dient die Dokumentation als Grundlage für weitere Forschungen über die Stadt Rheinsberg, das Schloss und den Garten.

Die Kosten für die gartendenkmalpflegerische Wiederherstellung des Schlossvorplatzes Rheinsberg betrugen ca. 400.000 Euro, die aus den Mitteln des 2009 von Bund sowie den Ländern Berlin und Brandenburg beschlossenen Sonderinvestitionsprogramms für die preußischen Schlösser und Gärten bestritten wurden. Die Baumaßnahmen wurden durch die Firma Baum und Park Landschaftsbau GmbH aus Potsdam realisiert.

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Da sich der neue Wegbelag erst noch festigen muss, kann der Schlossvorplatz erst in etwa vier Wochen für den allgemeinen Besucherverkehr freigegeben werden. Bis dahin bleibt der Besucherverkehr noch auf die ausgewiesenen Strecken beschränkt.

Quelle: SPSG
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