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Zwölf Wissenschaftler mit dem Max-Planck-Forschungspreis ausgezeichnet

Zwölf Wissenschaftler aus sechs Fachgebieten teilen sich den Forschungspreis der Max-Planck-Gesellschaft . Die Auszeichnung wird an ausländische und deutsche Spitzenforscher für herausragende, international anerkannte wissenschaftliche Leistungen verliehen. Der Preis ist jeweils mit bis zu 250.000 Mark dotiert. Er gilt als einer der wichtigsten deutschen Forschungspreise. Die Mittel dafür werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Verfügung gestellt. Insgesamt wurden 51 Nominierungen vorgeschlagen. Die Preise werden am Mittwoch verliehen.

Den Max-Planck-Forschungspreis für Biowissenschaften und Medizin erhält der Wissenschaftler Arthur Konnert, Professor am Physiologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er erhält den Preis für seine Forschungen auf dem Gebiet der Reizübertragung im Gehirn. Dabei entdeckte er neuartige intrazelluläre Botenstoffe. Konnert teilt sich den Preis mit dem Biologen Alexander Varshasky vom California Institute of Technology in Pasadena (USA). Der US-Professor wird honoriert für seine erfolgreiche Spurensuche auf dem Gebiet der Proteine. Varshasky fand heraus, dass das Protein Ubiquitin dabei eine wichtige Rolle spielt.

Der Max-Planck-Forschungspreis für Chemie geht an Horst Kessler vom Institut für organische Chemie und Biochemie der Technischen Universität München. Er erhält ihn für seine Beiträge zur Strukturaufklärung medizinisch bedeutsamer Makromoleküle mit Hilfe der NMR-Spektroskopie. Aus seinem Labor stammt Cycolsporin, das bei Organtransplantationen verhindert, dass das Spenderorgan abgestoßen wird. Der zweite Preisträger auf diesem Gebiet, der belgische Chemiker Frans Carl de Schryver, wird für seine grundlegenden methodischen Beiträge in der Synthetischen Makromolekularen Chemie ausgezeichnet. Schryver hat der Einzelmolekülspektroskopie zum Durchbruch verholfen, die das Verhalten eines einzigen Moleküls messen kann.

Mit dem Max-Planck-Forschungspreis für Geisteswissenschaften werden Adolf Hoffmann und Benedict Moldovanu geehrt. Hoffmann leistete am Archäologischen Institut Istanbul bedeutende Arbeiten zur antiken Baugeschichte und zur Erforschung und Rekonstruktion antiker Bauten. Moldovanu entwickelte an der Universität Mannheim an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Theorien zum Mechanismus und zur Funktionsweise von Auktionen und der Auswirkung von Wettbewerben auf die freie Wirtschaft.

Der Max-Planck-Forschungspreis für Ingenieurwissenschaften geht an Gérard Maugin, Professor an der Université Pierre et Marie Curie in Paris. Er erhält ihn für bahnbrechende Arbeiten in der Kontinuumsphysik, der Theorie zur makroskopischen Beschreibung ausgebreiteter Materie, deren Anwendungsmöglichkeiten von der Berechnung von Stoffeigenschaften bis zur Modellierung dynamischer biologischer Systeme reichen.

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Den Max-Planck-Forschungspreis für Mathematik und Informatik erhalten Andreas Griewank vom Institut für Wissenschaftliches Rechnen der Technischen Universität Dresden und Felix Otto vom Institut für Angewandte Mathematik der Universität Bonn. Griewank bekommt den Preis für seine grundlegenden Beiträge in der Software-Entwicklung der Automatischen Differentiation, mit der sich zum Beispiel die Wettervorhersage optimieren lässt, Otto für seine Erkenntnisse auf dem Gebiet der partiellen Differentialgleichungen und ihre Anwendung zur Modellierung physikalischer Prozesse insbesondere in den Materialwissenschaften. Mit seinen Gleichungen lassen sich Naturphänomene berechnen, etwa wie stark eine Ölquelle sprudelt.

Den Max-Planck-Forschungspreis für Physik teilt sich Frank Arnold vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg mit zwei Forschern: Igor Kukushkin von der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau und Matthias Robert Scheffler vom Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin.

ddp/pte
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Not|al|gie  auch:  No|tal|gie  〈f. 19; Med.〉 Schmerz im Bereich des Rückens ... mehr

Er|satz|hand|lung  〈f. 20; Psych.〉 Handlung anstelle einer anderen od. Handlung an einem Ersatzobjekt als Folge der verdrängten Befriedigung eines Bedürfnisses

Atom|ener|gie  〈f. 19; unz.〉 = Kernenergie

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