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Gesellschaft+Psychologie

Die etwas andere Bundesliga

RANGLISTEN Wir wollen nur die Besten, heißt es stets, wenn ich mich an Instituten und Institutionen nach den Chancen für den Nachwuchs erkundige. Das sagt sich so schön. Doch was ist eigentlich gemeint mit den „Besten“? Sicher nicht jene, die mit ihrer Persönlichkeit am besten zu den anderen Forschern passen. Und auch nicht jene, die pädagogisches Talent offenbaren und ihren Lehrverpflichtungen am besten nachkommen können. Wenn Wissenschaftler von den Besten sprechen, meinen sie immer solche, die in jüngster Zeit eine Reihe von bemerkenswerten Forschungsarbeiten in namhaften Zeitschriften publiziert haben, auf die auch Kollegen oft verweisen.

Wo originelle Arbeiten besonders häufig entstehen, will man nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Politik, Wirtschaft, ja ganz allgemein wissen. Der gebannte öffentliche Blick auf die US-Superunis Stanford, Harvard, MIT, Caltech oder Columbia ist dafür der beste Beleg. Dass sich auch hierzulande fortan Mittelmäßiges von Gutem und Gutes von Besserem deutlich unterscheiden sollen, beweist die „Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung“. Sie nominierte soeben zehn deutsche Hochschulen für die Endauswahl im Oktober. Fünf werden das Rennen machen und künftig als Elite-Universität gehandelt. Dieser Auswahl zugrunde gelegt waren diverse Indikatoren für die Forschungsleistung.

Ranglisten machen den Reiz des Spitzensports aus. Sie rücken nun auch in der Wissenschaft in den Mittelpunkt. Damit sich unsere Leser ein eigenes Bild von Spitzeneinrichtungen machen können, veröffentlichen wir ab sofort in Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich den monatlichen „ WissdeX“. Er stellt die Stätten vor, die in einem brisanten Forschungsgebiet – das auch in der Öffentlichkeit für Schlagzeilen sorgt – in jüngerer Zeit die am meisten beachteten Arbeiten veröffentlicht haben. Den Anfang machen wir mit dem Thema „Stammzellen“ sowie einem Beitrag über Sinn und Zweck von bibliometrischen Analysen (ab Seite 48) der Jülicher Wissenschaftler Dr. Rafael Ball und Dirk Tunger.

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