Helden der Wissenschaft - wissenschaft.de
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Gesellschaft+Psychologie

Helden der Wissenschaft

USAIN BOLT, Johnny Depp, Hillary Clinton, Lakshmi Mittal. Bei Sport und Film, in Politik und Wirtschaft gibt es die Superstars, die in ihrem Gebiet alles überragen und deshalb gebildeten Menschen sofort präsent sind: Der nahezu unschlagbare 100- und 200-Meter-Sprintweltrekordler, der sympathisch-schöne US-Schauspieler, die Frau des Ex-Präsidenten, die selbst eine einzigartige politische Karriere hinlegt, der indische Stahlbaron, der anscheinend alles aufkauft, was Rang und Namen in der Schwerindustrie hat. Doch wer kennt Forscherinnen oder Forscher, die gerade dabei sind, die Welt zu verändern? Bei einigem Nachdenken fällt einem Craig Venter ein, der umstrittene US- Biochemiker. Stephen Hawking natürlich, der als Kosmologe aufgrund seines gesundheitlichen Schicksals in aller Munde ist. Und schon wird es schwierig mit Namen.

Nobel sei Dank gibt es ja noch seine Preisträger. Wir Deutschen kennen unter den Aktiven die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard, die Schweizer ihren Kurt Würthrich, die Österreicher ihre Elfriede Jelinek. Doch halt, sie steht ja für Literatur. Und Hand aufs Herz: Wissen Sie, wie die Nobelpreislaureaten des Jahres 2009 heißen?

Sie merken, worauf ich hinaus will. Wissenschaftler spielen nicht die Rolle in der Öffentlichkeit, die ihnen in unserer technisch-naturwissenschaftlich geprägten Gesellschaft zukommen sollte. Dieses Defizit hat viele Ursachen. Eine ist sicher, dass viele Wissenschaftler den öffentlichen Auftritt meiden. Damit meine ich nicht den populären Vortrag oder den Tag der offenen Tür, den sie inzwischen gerne anbieten. Ich meine die Statistenrolle, die Naturwissenschaftler in der gesellschaftspolitischen Diskussion nach wie vor einnehmen.

Mehr Mut, meine Damen und Herren Wissenschaftler, für ein breites öffentliches Engagement! Ein Engagement beispielsweise, wie es Gerold Wefer zeigt. Der Professor für Allgemeine Geologie hat eine ungewöhnliche Karriere hingelegt. Was der ehemalige Beamte des einfachen Dienstes der Deutschen Bundesbahn geschaffen hat, der übrigens nur zehn Jahre zur Schule ging, ist eine Werbung für den Innovationsstandort Deutschland. Er hat das Zentrum für marine Umweltwissenschaften in Bremen mitbegründet. Er hat dafür gesorgt, dass die einstmals umstrittene Universität Bremen inzwischen ein hervorragendes Profil besitzt. Und er bringt die Forschung zu den Bürgern. Ich hoffe, Sie finden die Lektüre des Interviews ab Seite 60 genauso beeindruckend, wie ich das Gespräch mit Gerold Wefer.

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