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Minimalismus stärkt die Lebenszufriedenheit

Je weniger desto glücklicher

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Andreas P_Fotolia
Sich von Dingen trennen, kann das Leben leichter machen. Unserer Gastautorin ist auf diese Weise sprichwörtlich ein Stein vom Herzen gefallen.

Was wirklich wichtig ist, sind Familie, gute Freunde, Laptop, Outdoor-Sachen, schöne Erlebnisse, einfaches gesundes Essen und Musik. Ich verbringe keine Zeit mehr mit überflüssigem Besitz. Anschaffung, Reinigung, Pflege und Erneuerung. 80 Prozent der Dinge nutzt man nicht. Jede Neuanschaffung ist jetzt durchdacht. Ich kaufe was ich brauche oder liebe. Dafür muss ein anderer Gegenstand die Wohnung verlassen. Das ist so einfach.

Reduzieren bringt Ruhe

Als Hochsensible klingt die Welt immer eine Frequenz höher. Ohne Filter muss ich zu viele Reize verarbeiten: Gerüche, Stimmungen, taktile oder kinästhetische Informationen, die andere nicht in der Intensität wahrnehmen. Mein größter Erfolg in der reduzierten Wohnung: Es geht nichts mehr zu Bruch. Ich war früher sehr umwerfend. Meine Aufmerksamkeit war einfach überfordert.

Ohne Smartphone bin ich jederzeit unerreichbar. Das ist toll! Ich möchte nur noch Kosmetik, die ich essen kann. Und mag Rohkost wie nie zuvor. Beim Essen schließe ich gerne die Augen. Die E-Mail-Fächer halte ich konsequent leer und trage nur noch Lieblingsklamotten. 100 Teile im Kleiderschrank. Fünf Jacken und fünf Schuhpaare. Der Briefkasten ist werbefrei. Von Produkten entferne ich die Etiketten. Ich habe alles Unnötige abbestellt, Versicherungen und Verträge gekündigt. „So jemand hat hier noch nie angerufen. Sie wollen Ihr Leben reduzieren?“

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Willst du eine Rose aus Kenia, für deren Bewässerung Kinder verdursten? Willst du Tiere essen, die lebendig zerstückelt wurden? Willst du Kleidung tragen, genäht von Händchen, die nach der Arbeit zu müde sind zum Spielen? Minimalismus stellt viele Fragen und dein Leben auf den Kopf. Das Tolle: Du findest raus aus dem Konsumpf. Und kommst endlich nach Hause.

Tanja Heller ist freiberufliche Texterin. Ihr minimalistischer Lebensstil brachte ihr als Hochsensible endlich Ruhe – und Glück.

Foto: Andreas P/Fotolia.com

Der Originalbeitrag erschien auf einfachbewusst.de

© natur.de – natur Gastautor
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Wissenschaftslexikon

fri|sie|ren  〈V. t.; hat〉 1 jmdn. ~, jmdm. das Haar ~ jmdm. das Haar kämmen, formen 2 〈fig.〉 etwas ~ 2.1 schön zurechtmachen, so ändern, dass es die gewünschte Wirkung erzielt ... mehr

ein|schlä|gig  〈Adj.〉 bezüglich, zutreffend, dazu gehörig ● die ~en Bestimmungen nachlesen, nachschlagen; die ~e Literatur durcharbeiten; ~ vorbestraft für das gleiche Vergehen bereits vorbestraft; ... mehr

Flam|boy|ant  auch:  Flam|bo|yant  〈[flãboajã]〉 I 〈n. 15; unz.; Arch.〉 = Flamboyantstil ... mehr

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