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Gesellschaft|Psychologie Gesundheit|Medizin

Vergiss nicht zu vergessen!

Es ist ganz normal, wenn man sich nicht alles merken kann. Forschungen zeigen: Das Gedächtnis „braucht Platz“ für neue Informationen.

Der Philosoph Immanuel Kant hatte einen treuen Diener namens Martin Lampe, der ihn weckte, ans Essen erinnerte und seine Federkiele fürs Schreiben spitzte. Doch eines Tages entließ Kant ihn aufgrund einer nicht überlieferten Verfehlung und beschloss, ihn aus dem Gedächtnis zu streichen. Der große Denker notierte auf einem Zettel: „Der Name Lampe muss nun völlig vergessen werden.“ Sein Nachlassverwalter fand das Papier später und wunderte sich: Wie konnte ein Professor der Logik einen Merkzettel anlegen, um etwas zu vergessen? Das war ein Widerspruch in sich, den er sich nur mit dem geistigen Abbau des 78-Jährigen erklären konnte.

Ob Kants Zettel seinen Zweck erfüllte, ist nicht bekannt. Doch die Forschung zeigt, dass seine Taktik nicht verkehrt war. Denn Vergessen ist nicht einfach ein Verfallsprozess, bei dem kostbare Erinnerungen ins Nirwana entschwinden. Wir können tatsächlich gezielt und absichtlich vergessen – wie ein Experiment an der Universität Göttingen gezeigt hat: Die Probanden nahmen vor einem Computer Platz und lernten eine Liste von 16 Wörtern auf dem Bildschirm auswendig. Dann versagte scheinbar der Computer, und der Versuchsleiter erklärte, dass die Teilnehmer nun leider eine neue Liste lernen müssten. Die alten Vokabeln sollten sie vergessen, um sich die neuen besser einprägen zu können. Am Ende fragten die Psychologen um Marcus Hasselhorn aber doch beide Listen ab.

Tatsächlich erinnerten sich die Teilnehmer schlechter an die Wörter, die sie vergessen sollten, als eine Vergleichsgruppe, die die erste Liste nicht vergessen durfte. Vergessen auf Kommando kann also funktionieren. Und es ist nützlich: Die Wörter der zweiten Liste, die sich die Versuchspersonen merken sollten, saßen nun besonders gut. Doch nicht alle Menschen können auf diese Weise vom Vergessen profitieren. Hasselhorns Team testete auch Senioren im Alter zwischen 50 und 75 Jahren. Sie schafften es nicht, die erste Ladung Wörter aus dem Gedächtnis zu streichen. Folglich konnten sie sich auch die zweite Liste nicht besser merken.

Ein weiteres Ergebnis der Forscher: Das aus dem Gedächtnis Verbannte lässt sich zwar nicht auf Wunsch hervorkramen – aber zumindest Spuren der Erinnerung bleiben. Dies zeigt eine Weiterentwicklung des Experiments: Der Psychologe Mark Howe von der britischen Lancaster University ließ Versuchspersonen spezielle Listen wie diese lernen: „Bett, Ruhe, wach, müde, Traum, Nickerchen, Decke, dösen, Schlummer…“. Wenn Sie versuchen, die Liste aus dem Kopf wiederzugeben, wird Ihnen wahrscheinlich das Wort „Schlaf“ einfallen. Doch es steht nicht auf der Liste, sondern wird nur durch verwandte Begriffe suggeriert. Auch in Howes Experiment meinten sich viele Teilnehmer an das Wort „Schlaf“ zu erinnern – obwohl sie die Wortliste weisungsgemäß vergessen hatten.

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Die Unfähigkeit, vollständig zu vergessen, kann schwerwiegende Folgen haben – zum Beispiel vor einem Geschworenengericht. Wenn Zeugen dort Unerlaubtes äußern oder Anwälte verbotene Beweismittel vorführen, vergattert der Richter die Geschworenen, das Unzulässige nicht zu beachten. Im US-Mordprozess gegen den Football-Star O. J. Simpson gab es etliche sachfremde Ereignisse, die die Unvoreingenommenheit der Geschworenen gefährdeten: Die Verteidiger wurden beim Zurückhalten von Beweismaterial erwischt, die Staatsanwältin stand wegen ihres Sorgerechtverfahrens in den Zeitungen, und die Schwester des Opfers brach im Zeugenstand weinend zusammen. All dies sollte die Geschworenen nicht beeinflussen. Einige Ereignisse konnte man vor ihnen geheim halten, die anderen sollten sie auf richterliche Anweisung hin ignorieren.

Der für seine prägnante Ausdrucksweise bekannte Richter Billings Learned Hand hielt die Ermahnung allerdings für die „ Empfehlung einer Gehirngymnastik, die nicht nur jenseits der Macht von Geschworenen, sondern auch der von allen anderen“ liege. Der U.S. Supreme Court verfügte dagegen, die Ermahnung sei ein „machtvolles Mittel“, das „jeden Einfluss unausgesprochener widriger Schlussfolgerungen beseitigen“ könne.

Doch die Gehirne von Geschworenen halten sich nicht unbedingt an den höchstrichterlichen Spruch, wie vier Dutzend Studien mit insgesamt 8474 Teilnehmern zeigten. In einer gestellten Verhandlung ging es um einen Angeklagten, der einen Mord gestanden hatte, während er schmerzhaft gefesselt war und vom verhörenden Polizist mit einer Waffe bedroht wurde. Der Richter erklärte das Geständnis für nicht verwertbar. Die Geschworenen versicherten zwar, dass sie sich davon nicht beeinflussen ließen. Doch sie plädierten mehr als doppelt so oft auf schuldig wie eine Vergleichsgruppe, die den gleichen Fall ohne Geständnis präsentiert bekam.

Das Psychologenpaar Elizabeth und Robert Bjork von der University of California in Los Angeles fürchtet sogar, die gerichtlichen Folgen einer Anweisung zum Vergessen „könnten die indirekten oder unbewussten Einflüsse auf den späteren Spruch über Schuld oder Unschuld verstärken“. Denn Dinge, die auf der bewussten Ebene aus dem Gedächtnis gestrichen wurden, können unbewusst größere Macht entfalten als das Behaltene, wie die Forscher zeigten: Auch bei ihren Tests sollten Versuchspersonen eine Liste mit Namen lernen und gleich wieder vergessen. Denn aus Versehen hätten nur die Namen von Nichtprominenten darauf gestanden. Die Aufgabe wäre vielmehr, die Namen von (angeblich) Prominenten zu lernen, deren Liste folgte. Etwas später kam dann das entscheidende Quiz.

Die Versuchspersonen erhielten Namen aus beiden Listen sowie ganz neue vorgelegt und mussten entscheiden, welche Prominenten gehörten. Verblüffender Befund: Die Teilnehmer hielten die Damen und Herren von der ersten Liste besonders häufig für prominent. Zwar hatte der Versuchsleiter ihnen noch einmal ausdrücklich gesagt, dass auf dieser Liste nur Nobodys aufgeführt wären. Und wer darauf stand, war den Versuchspersonen häufig auftragsgemäß entfallen. Unbewusst hatten sie die vergessenen Namen aber trotzdem gespeichert, weshalb diese ihnen vage bekannt vorkamen. Und sie folgerten, dass es sich wohl um irgendwelche Prominente handeln müsse.

Der gleiche Effekt tritt beim natürlichen Vergessen ein – einfach durch das Verstreichen der Zeit. Aber warum werden bewusste Erinnerungen schwächer? Und warum vor allem kurz nach einem Ereignis, während das, was dann noch an Erinnerung übrig ist, lange haftet? Weil Neues erst gefestigt („konsolidiert“) werden muss. Dabei hilft Wiederholung – der Grund, weshalb es sinnvoll ist, Vokabeln zu büffeln. Das Speichern von Neuem ist heikel, weil kurz darauf oft Neueres folgt – und schon ist das noch nicht fest Sitzende wieder weg.

Ausgerechnet Alkohol belegt diese Theorie. „Trink“, lautet der Ratschlag von Weinfreund Schiller, „und vergiss den großen Schmerz!“ Doch die Droge sorgt nicht nur fürs Vergessen bis zum Filmriss. Was selbst viele Psychologen nicht wissen: Alkohol wirkt dem Vergessen auch entgegen. Er stärkt die Erinnerung an das unmittelbar vor dem Suff Gelernte. Die Konsolidierungs-Theorie kann das leicht erklären: Da Alkohol die Bildung neuer Erinnerungen behindert, kommt den etwas älteren nicht so viel in die Quere. Also erst pauken und dann einen kräftigen Schluck nehmen? Da gibt es eine bessere Methode: Schlafen gehen – das hilft dem Gedächtnis auf gesündere Weise auf die Sprünge.

Doch manche Menschen wollen sich gar nicht erinnern. Es gibt sogar solche, die ihre gesamte Vergangenheit verdrängen. Einen dramatischen Fall untersuchte der Hirnforscher Hans Markowitsch von der Universität Bielefeld. Statt morgens mit dem Fahrrad Brötchen zu holen, radelte ein 37-Jähriger tagelang quer durch Deutschland und begab sich schließlich in eine psychiatrische Klinik. Der überdurchschnittlich intelligente Patient hatte keine Ahnung, wer er war und erinnerte sich auch nicht an seine Frau und Kinder – nicht einmal, nachdem die Polizei seine Identität geklärt hatte. Er konnte nicht sagen, warum er sich auf die Tour begeben hatte. Die Ärzte konnten bloß rekonstruieren, dass er kein leichtes Leben gehabt hatte. Beide Eltern hatten getrunken, und die Mutter hatte ihn in Kindertagen wie ein Mädchen gekleidet und behandelt.

Die Aufnahmen vom Gehirn des rätselhaften Patienten sprachen dafür, dass seine Ahnungslosigkeit echt war. Bei gesunden Menschen werden Regionen der rechten Hirnhälfte aktiv, wenn sie an ihre Vergangenheit denken. Doch als der Patient mit Begebenheiten aus seiner Vergangenheit konfrontiert wurde, regten sich Areale in der linken Hirnhälfte. Die aber sind für Sachinformationen zuständig – das Gehirn des Patienten reagierte auf die eigene Vergangenheit also wie auf einen Bericht über einen Unbekannten. Noch Monate später war der Mann auf der Suche nach seiner Vergangenheit.

Solche Fälle sind extrem und selten. Doch das Gehirn der meisten Menschen benutzt einen Mechanismus, der dabei helfen kann, belastende Ereignisse zu verbannen: das erinnerungsinduzierte Vergessen. Dank dieses Phänomens vergessen wir beim Erinnern. So kann etwa die Erinnerung an Prügel vom Vater abgeschwächt werden, wenn das Opfer vor allem Erinnerungen an die angenehmen Seiten des Haustyrannen aktiviert, vermutet das Forscher-Duo Bjork.

Im Labor funktioniert erinnerungsinduziertes Vergessen so: Anhand von Karteikärtchen erfahren Versuchsteilnehmer, welche zehn Eigenschaften eine Person namens John auszeichnen – etwa vertrauenswürdig, kultiviert und romantisch. Anschließend memorieren sie die Hälfte dieser Eigenschaften, indem sie Vorgaben wie „John – ro…“ vervollständigen. Die andere Hälfte von Johns Eigenschaften wird nicht memoriert. Ergebnis: Die nicht geübte Hälfte wird wenig später bei einem Test auffällig schlecht erinnert. Diese Eigenschaften sind sogar weniger präsent als die eines gewissen Bill, die in der ersten Testphase ebenfalls präsentiert, aber dann nicht mehr erwähnt wurden.

Der Versuch lässt den Schluss zu: Wenn wir uns an etwas erinnern, vergessen wir gleichzeitig anderes aus dem gleichen Bereich. Das klingt paradox, ist aber sinnvoll, argumentiert der Psychologe Malcolm MacLeod von der schottischen University of St Andrews – und erklärt das mit einem Beispiel: Wenn wir uns erinnern wollen, wo wir unseren Wagen gestern im Parkhaus abgestellt haben, dürfen uns nicht alle Stellen des Gebäudes einfallen, an denen wir ihn früher einmal gelassen haben. Wer also nicht gut vergessen kann, hat mehr Gedächtnisprobleme.

Allerdings hat das erinnerungsinduzierte Vergessen eine überraschende Konsequenz: Lernen kann schaden. Dies zeigten MacLeod und sein Kollege Neil Macrae von der schottischen University of Aberdeen in einer Untersuchung mit Studenten: Sie legten ihnen erfundene Fakten über die fiktiven Südseeinseln Tok und Bilu vor (zum Beispiel: „Die Landessprache in Tok ist Französisch“) und ließen sie die Hälfte der Fakten über Tok auswendig lernen. Bei der anschließenden Kontrolle wussten die Studenten über die andere Hälfte der Tok-Fakten weniger als über die gesamten Informationen von Bilu, die sie nicht gepaukt hatten. Die Schlussfolgerung ist nichts für Pädagogen: Prüfungen könnten manchmal besser ausfallen, wenn man sich nicht auf sie vorbereiten würde.

Auch die Polizei sollte vorsichtig sein: Werden Augenzeugen nach einigen Details der Tat befragt, nach anderen aber nicht, verschlechtert die Befragung die Erinnerung an die ignorierten, aber später vielleicht doch wichtigen Details. Das zeigte MacLeod in einer weiteren Studie.

Doch Vergessen ist nun einmal der Preis für ein brauchbares Gedächtnis. Wir vergessen Dinge, die uns lange nicht mehr begegnet sind – und das ist gut so. Denn wer sich alles merkt, übersieht leicht das Wesentliche.

So erging es vor einem Jahrhundert dem Gedächtniskünstler Shereshevskii. Wenn er sich eine sehr lange Silbenreihe wie „ma, va, na, sa, na, va, na, sa, na, ma, va…“ einmal eingeprägt hatte, vergaß er sie nicht wieder. Gelegentlich fragte der Neuropsychologe Alexander Luria ihn viele Jahre später ohne Vorwarnung nach einer dieser Reihen: „In solchen Fällen setzte sich S. hin, machte eine Pause und sagte dann: ‚ja, ja… das war bei Ihnen in der Wohnung… Sie trugen einen grauen Anzug und sahen mich so an … nun … ich sehe, was Sie damals zu mir sagten…‘ – und dann folgte die fehlerlose Wiedergabe der damals vorgelesenen Reihe.“

Doch der Gedächtniskünstler lernte extrem mechanisch. Ging es um Zahlenreihen, fiel ihm nicht auf, wenn sie eine innere Logik besaßen. Vor allem aber blieben einmal gelernte Zahlenreihen in seinem Kopf und gerieten mit aktuellen durcheinander. „Wie kann man lernen zu vergessen – das ist die Frage, die ihn am meisten beunruhigt“, notierte Luria.

Shereshevskii schrieb überflüssige Telefonnummern auf Zettel und verbrannte sie. Es half nichts. Er wischte in Gedanken die Tafeln vergangener Vorstellungen ab, auf der die Zahlenreihen standen – ohne Erfolg. Schließlich entdeckte er, dass er die Zahlen durch pure Willensanstrengung am Auftauchen hindern konnte – und fühlte sich befreit.

Weniger glücklich war der Forscher Luria. Er bekam nicht heraus, warum Shereshevskii auf einmal vergessen konnte. „Doch es ist sinnlos, Vermutungen über ein Phänomen anzustellen, das ungeklärt bleiben muss“, notierte er resigniert. ■

Der Psychologe und Wissenschaftsjournalist JOCHEN PAULUS wird von seiner Frau regelmäßig daran erinnert, was er schon wieder vergessen hat.

Jochen Paulus

Ohne Titel

Eigentlich ist propranolol als Blutdrucksenker bekannt. Doch es besteht die Hoffnung, dass es auch helfen kann, Opfern von Unfällen oder Vergewaltigungen ihre traumatischen Erinnerungen zu nehmen. Propranolol ist ein Betablocker. Es blockiert sogenannte Betarezeptoren im Gehirn, die von Stresshormonen wie Adrenalin aktiviert werden. Vor einem Jahrzehnt testeten Larry Cahill und James McGaugh von der University of California in Irvine, ob Propranolol auch das Vergessen fördern könnte. Denn es sind Stoffe wie Adrenalin, die dafür sorgen, dass starke emotionale Erinnerungen gut haften bleiben.

Die Forscher zeigten Versuchspersonen zwölf Dias und erzählten ihnen dazu eine von zwei Geschichten. Beide beginnen harmlos: Ein Junge und seine Mutter gehen von zu Hause los und überqueren eine Straße. In der dramatischen Variante wird der Junge angefahren und muss im Krankenhaus operiert werden. In der harmlosen Fassung besucht der Junge seinen im Krankenhaus arbeitenden Vater, wo gerade eine Notfallübung stattfindet.

Wenn die Probanden die erste Fassung mit der echten Operation erzählt bekamen, erinnerten sich die Versuchspersonen besser an die – in beiden Fällen identischen – Bilder aus dem Krankenhaus, als wenn dort angeblich nur geübt wurde. Doch wenn die Teilnehmer vorher Propranolol schluckten, brannten sich die Operationsbilder nicht so stark in ihr Gedächtnis ein. Propranolol verhinderte die dazu nötige Erregung.

Die Studie inspirierte den Psychiatrieprofessor Roger Pitman von der Harvard University zu einem Versuch, das Entstehen traumatischer Erinnerungen zu verhindern. Er ließ in die Notaufnahme eingelieferte Unfallopfer zehn Tage lang Propranolol schlucken. Einen Monat später stellte er fest: Die Behandelten litten seltener unter Traumasymptomen als die Kontrollgruppe, die ein Placebo erhalten hatte. Ein ähnlicher Versuch in Frankreich kam zum selben Ergebnis. Beide Untersuchungen hatten nur wenige Teilnehmer, daher müssen die Resultate noch in größeren Studien überprüft werden, die zurzeit laufen. Doch in den USA ist bereits eine Debatte entbrannt, ob das Vergessen überhaupt chemisch gefördert werden darf.

Eine Bioethik-Kommission des Präsidenten argumentiert, „ Stress, Angst und Kummer“ seien „angemessene Reaktionen auf die Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz“. Die Kommission befürchtet auch, Erinnerungen könnten verloren gehen – etwa die von Überlebenden an die Schrecken des Holocaust: „Unser Gedächtnis gehört nicht nur uns; es ist Teil des Gewebes der Gesellschaft, in der wir leben.“ Dem Bioethiker Arthur Caplan von der University of Pennsylvania in Philadelphia geht das zu weit. Natürlich müsse die Erinnerung an den Holocaust bewahrt werden, aber „die Ansicht, dass wir unter uns leidende Märtyrer brauchen, ist grausam und ausbeuterisch“.

Ohne Titel

· Vergessen ist für das Gedächtnis ein unverzichtbarer Prozess.

· Absichtliches Vergessen kann das Lernen von Neuem erleichtern.

· Ob traumatisierten Patienten das Vergessen mit einem Medikament ermöglicht werden soll, ist umstritten.

COMMUNITY Fernsehen

Dass Vergessen eine unverzichtbare Leistung des Gehirns ist, hat auch die Kollegen vom TV-Wissensmagazin nano fasziniert. In Zusammenarbeit mit bild der wissenschaft haben sie einen Fernsehfilm dazu produziert. Er wird am Donnerstag, den 29. März um 18.30 Uhr das erste Mal in 3Sat ausgestrahlt. Weitere Informationen und Sendetermine finden Sie bei: www.3sat.de/nano

LESEN

Daniel Schacter

AUSSETZER

Lübbe 2006, € 8,95

Harald Weinrich

LETHE

Kunst und Kritik des Vergessens

Beck 2000, € 17,90

Jonathan Golding, Colin MacLeod (Hrsg.)

INTERNATIONAL FORGETTING: INTERDISCIPLINARY APPROACHES Lawrence Erlbaum 1997, ca. € 115

INTERNET

Der Artikel VON DER GNADE DES VERGESSENS von Marcus Hasselhorn und Jörg Behrendt ist – unter dem letzten Menüpunkt „Wahrnehmen und Verstehen“ – im Internet nachzu- lesen unter:

www.uni-goettingen.de/de/sh/9601.html

Der Artikel CAN YOU FORCE YOURSELF TO FORGET? von Lea Winerman steht auf der Seite der Online-Zeitschrift APA Monitor:

www.apa.org/monitor/sep05/forget.html

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♦ pro|blem|ori|en|tiert  〈Adj.; IT〉 speziell auf die Problemstellung des Anwenders zugeschnitten

♦ Die Buchstabenfolge pro|bl… kann in Fremdwörtern auch prob|l… getrennt werden.

Ge|spinst|mot|te  〈f. 19; Zool.〉 Angehörige einer Familie von unscheinbaren, kleinen, weißlichen Schmetterlingen, deren Raupen in Gesellschaften zusammenleben u. große, die befallenen Pflanzen oft ganz überziehende Nester spinnen: Hyponomeutidae

♦ Ne|kro|pha|ge  〈m. 17; Biol.〉 Tier, das sich nur von toten Organismen ernährt [<grch. nekros … mehr

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