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Gesellschaft+Psychologie

Was Macht mit uns macht

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Im Hintergrund explodiert ein Feuerball, davor prangt in Großbuchstaben „MACHT“: Die Titelseite lässt einen billigen Ratgeber vermuten. Doch beim Lesen entpuppt sich das Buch als scharfsinnige Analyse, wie Macht und Erfolg uns verändern.

Geschickt verwebt der Psychologie-Professor am Trinity College in Dublin seriöse Studien mit Beispielen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Wissenschaft. Riskante Kriegstaktiken und unverschämt hohe Boni nennt Robertson als Belege für die Wirkung der „Droge Macht“. Anhand der Karriere des Boxers Mike Tyson erklärt er, wie Siege die Chancen für das nächste Gefecht verbessern. Auch dem Rätsel, warum Oscar-Gewinner statistisch vier Jahre länger leben als nur Oscar-Nominierte, spürt er nach. Wie ein Krimiautor lockt er dabei den Leser auf falsche Fährten, zögert die Auflösung heraus und trägt immer mehr Indizien zusammen.

Ab und zu verliert sich Robertson allerdings in Spekulationen, etwa was sich im Gehirn von Tony Blair vor dem Irak-Krieg abgespielt hat. Solche Ferndiagnosen werden manchen Wissenschaftler zusammenzucken lassen. Aber das Buch besticht mit überzeugenden Alltagsszenarien und Experimenten, in denen sich der Leser wiedererkennt. Hanna Drimalla

Ian Robertson MACHT dtv, München 2013 336 S., € 19,90 ISBN 978– 3–423–28012–9 E-Book für € 15,99 ISBN 978–3–423–41689–4

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in|ter|stel|lar  〈Adj.; Astron.〉 zw. den Fixsternen befindlich ● ~e Materie staub– u. gasförmige Materie zwischen den Fixsternen ... mehr

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