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Gesundheit+Medizin

Süßes Gift lässt Zellen sterben

Ein Verfahren, Krebszellen mit Zucker abzutöten, haben zwei Forscher aus den USA und Japan entwickelt. Guy Perkins von der University of California in San Diego und Ryuji Yamaguchi von der Kyushu Universität in Fukuoka machten sich dabei die Tatsache zunutze, dass die meisten Krebszellen für ihr Wachstum Glukose benötigen. Die Wissenschaftler brachten Krebszellen dazu, einen Zucker zu konsumieren, der für sie giftig ist: 2-Deoxyglukose. Die Substanz entfernt ein Protein an einem Schalter, der den Selbstmord der Zelle – die Apoptose – auslöst. Mit dem Wirkstoff ABT-263 lässt sich dieser Schalter umlegen, sodass sich die Krebszellen selbst zerstören. Auf diesem Wirkstoff basiert zum Beispiel das Medikament Navitoclax. In Versuchen mit Mäusen wurde die Methode bereits erfolgreich getestet. Klinische Studien bei Menschen sollen bald folgen (siehe dazu auch: bild der wissenschaft, 1/2012, „Seebergers Zuckermaschine“).

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