WACHSTUMS-STOPP FÜR KREBSZELLEN - wissenschaft.de
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WACHSTUMS-STOPP FÜR KREBSZELLEN

Einen neuen Ansatz für die Behandlung von Metastasen im Gehirn haben Forscher der University of Oxford gefunden. Das Team um W. Shawn Carbonell hatte untersucht, wie sich Krebszellen im Gehirn ausbreiten. Bisher nahmen die Wissenschaftler an, dass sie auf den Zellen der grauen und weißen Gehirnmasse wachsen. Doch Carbonell beobachtete, dass die Metastasen zu über 95 Prozent auf den Blutgefäßen zu wachsen beginnen, um sich die Nährstoffe für ihre weitere Ausbreitung zu beschaffen. Die Zellen tragen auf ihrer Oberfläche das Protein Integrin, das ihnen die Anbindung an die Blutgefäße ermöglicht. Als die Wissenschaftler das Eiweiß entfernten, gelang den Krebszellen diese Anbindung nicht mehr, und sie hörten auf zu wachsen.

Bis zu einer Therapie auf der Basis dieser Ergebnisse ist es laut Carbonell noch ein weiter Weg, daher sollten die Hoffnungen nicht zu hoch geschraubt werden. Aber der Ansatz, Medikamente zu entwickeln, die das Integrin blockieren, ist erfolgversprechend. Bisher stehen die Heilungschancen sehr schlecht, wenn sich eine Krebserkrankung bis ins Gehirn ausgebreitet hat. Das geschieht bei rund einem Fünftel aller Patienten.

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