DAMALS 05/2018 Der Dreißigjährige Krieg - wissenschaft.de
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DAMALS 05/2018

Der Dreißigjährige Krieg

Als 1648 die Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück kurz vor dem Abschluss standen, bezeichneten einzelne Teilnehmer den Konflikt, der weite Teile Mitteleuropas ins Chaos gestürzt hatte, bereits als „Dreißigjährigen Krieg“. Ausgangspunkt dieser Katastrophe war der „Prager Fenstersturz“ gewesen, der am 23. Mai 1618 die erste Phase des Kriegs eingeläutet hatte. In den folgenden drei Jahrzehnten scheiterten mehrere Versuche, den Konflikt zu beenden. Stattdessen eskalierte die Gewalt. Die Söldnerheere sorgten auch jenseits der eigentlichen Schlachtfelder für Chaos und Zerstörung.

 

 

Beiträge in dieser Ausgabe

1618 und die Folgen

Funkenschlag aus Böhmen

Mit dem „Fenstersturz von Prag“ begann der Dreißigjährige Krieg im Mai 1618 als religiöser Konflikt. Aber von Anfang an ging es auch um die Macht im Heiligen Römischen Reich. Bald entwickelte sich daraus ein europäisches Ringen um Vorherrschaft – und erst die Erschöpfung aller... mehr

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Die Akteure

Zentrale Figuren

Aus der großen Schar der Beteiligten des Dreißigjährigen Kriegs ragen einige Persönlichkeiten hervor. Eine Auswahl von ihnen stellen wir hier vor. Kaiser Ferdinand II.: der Unerschütterliche Kaiser Ferdinand II. (1619 –1637) aus dem Haus Habsburg zeigte keinerlei Neigung dazu, den Konflikt... mehr

Eskalation der Gewalt

Die Maschinerie des Kriegs

Angst und Schrecken verbreitende, plündernde und mordende Söldner gelten als ein Grundübel des Dreißigjährigen Kriegs. Im „Krieg, der den Krieg ernährt“, wurde die Eskalation der Gewalt bewusst in Kauf genommen. Wenn ein Soldat wird geboren, sind ihm drei Bauern auserkoren: einer der ihn... mehr

Die Bevölkerung im Krieg

Das große Sterben

Wie noch in keinem Konflikt zuvor litt die Zivilbevölkerung zwischen 1618 und 1648 unter den Folgen des Kriegs. Die durch Hunger geschwächten Menschen hatten den grassierenden Seuchen nichts entgegenzusetzen. Wir sind von den durchmarschierenden kaiserlichen Truppen so heimgesucht worden, dass... mehr

Der Weg zum Frieden

Wunder von Westfalen

Zeitweise mehr als 100 meist vielköpfige Delegationen verhandelten von 1643 bis 1648 in Osnabrück und Münster, um den Dreißigjährigen Krieg zu beenden. Dass am Ende dieses Kongressmarathons ein umfangreicher Friedensvertrag stand, sorgt bis heute für Staunen. Der westfälische... mehr

Essay

Erst Vertrauen schaffen, dann verhandeln

Wie gelingt es, einen Frieden zu schmieden, dem sich alle Beteiligten verpflichtet fühlen? Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass in der Regel nur der sogenannte Versöhnungsfrieden von Dauer war. Zu allen Zeiten haben Menschen ihre Sehnsucht nach Frieden mit großer Intensität zum Ausdruck... mehr


Es geschah vor 50 Jahren: Studentenproteste in Frankreich

Die Kraft der Spontaneität

Barrikaden im Quartier Latin, Generalstreik, Regierungskrise: Der französische Mai ’68 wurde zum Symbol für das globale Aufbegehren einer sich politisierenden Generation. Auf die unberechenbare und spielerische Spontaneität der Studenten, die auch Arbeiter mitzogen, hatte der Staat zunächst... mehr

Forschung

Die Jagd der Sittenwächter

In der Weimarer Republik traf die behördliche Zensur Schriften zur sexuellen Aufklärung ebenso wie „jugendgefährdende“ Theaterstücke oder Kinofilme. Als 1918 das marode Kaiserreich zerbröselte, entfielen auch zahlreiche seiner Verbotsgesetze und Anordnungen wie die Theaterzensur... mehr

Forschung

Glaubensbekenntnis aus Stein

Neue Forschungen zeigen: Die Gestaltung des Hochgrabs von Kaiser Friedrich III. ist stark von dessen persönlicher Frömmigkeit geprägt. Kaiser Friedrich III., der Vater Maximilians I., galt vielen als träge, willensschwach und unberechenbar. Positiv hervorgehoben aber wurde neben seiner... mehr

Die Frauenrechtlerin Victoria Woodhull

Eine vergessene Pionierin

Spiritistin, Journalistin, Börsenmaklerin, Frauenrechtlerin: Victoria Woodhull (1838 –1927), die sich aus kleinsten Verhältnissen hochgearbeitet hatte, kandidierte 1872 als erste Frau überhaupt für die US-Präsidentschaft. Ihr unkonventioneller Lebenswandel und ihr Bekenntnis zur freien... mehr

Der Arzt Jakob Rosenfeld

Maos General aus Österreich

1938 stand der talentierte Wiener Chirurg Jakob Rosenfeld am Beginn seiner Karriere. Nach dem Einmarsch der Deutschen und einjähriger Haft im Konzentrationslager floh er nach China. Dort gelang ihm der Aufstieg zu einem der wichtigsten Mediziner in der Armee Mao Zedongs. Jakob Rosenfeld wuchs in... mehr

Museum Römische Katakomben

Roms Doppelgänger in Holland

Im frühen 20. Jahrhundert wurden im niederländischen Valkenburg unweit von Aachen Nachbildungen frühchristlicher Katakomben in den weichen Stein gehauen. Das Museum ist ein einzigartiges Kuriosum, das den Besucher in das unterirdische Rom versetzt und dabei ein Stück Forschungsgeschichte der... mehr

Die Hefe der Demokratie

Populismus früher und heute

Ist ein gewisses Maß an Populismus in einer Demokratie unvermeidlich? Bereits im antiken Athen und der römischen Republik war man sich bewusst, dass Politiker hier auf einem schmalen Grat wandeln. Deutschland 2018: Alle reden von Populisten, keiner möchte es sein. Die Vokabel ist zum politischen... mehr

Faszinierende Figuren: Michael Volle über Wolfgang Amadeus Mozart

„Der Himmel geht auf“

Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft sprechen über historische Gestalten, die sie beeindruckt haben. In dieser Ausgabe: der Opernsänger Michael Volle über Wolfgang Amadeus Mozart. DAMALS: Gibt es eine Partitur von ihm, die Sie besonders schätzen? Michael Volle: Ich habe aus... mehr

 

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Sa|ra|ze|ne  〈m. 17〉 1 〈im MA Bez. für〉 Araber 2 〈später für〉 Muslim ... mehr

Rechts|vor|be|halt  〈m. 1〉 Vorbehalt der Übereinstimmung mit dem geltenden Recht, z. B. bei Rechtsgeschäften; Sy Reservation ( ... mehr

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