DAMALS 09/2020 Die Kaiser des Mittelalters – Zwischen Macht und Ohnmacht - wissenschaft.de
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DAMALS 09/2020

Die Kaiser des Mittelalters – Zwischen Macht und Ohnmacht

Otto III., seit 983 römisch-deutscher König und von 996 bis 1002 Kaiser, flankiert von geistlichen und weltlichen Standesvertretern (Huldigungsbild aus dem Evange‧liar Ottos III., Ende 10. Jahrhundert). (Bild: AKG)

Als Karl der Große im Jahr 800 das römische Kaisertum im Westen wiederbelebte, stellten sich viele Fragen. Über welches Reich herrscht der Kaiser? Wie viel Macht hat er? Wie wird die Krone weitergegeben? Das Titelthema zeigt anhand konkreter Beispiele, was das mittelalterliche Kaisertum ausmachte und wie es sich entwickelte. Heute nur noch schwer nachvollziehbar ist etwa die Bedeutung von Ritualen wie Kniefall oder Handschlag, die für eine funktionierende Beziehung zwischen Herrscher und Vasallen wichtiger waren als Verträge. Für die Kaiser war die Absicherung der eigenen Macht eine ständige Herausforderung.

 

Beiträge in dieser Ausgabe

Raum und Rolle des Kaisertums

Neue Dimension des Herrschens

Als der Frankenkönig Karl die Krone des römischen Kaisertums annahm, importierte er eine für die Zeitgenossen ferne Tradition, die mit neuem Leben zu erfüllen war. Es dauerte lange, bis sich typische Linien des westlichen Kaisertums herausbildeten, vor allem die enge Bindung an die Stadt Rom... mehr

Wege zur Krone

Wahlen und viel Pragmatismus

Wie wurde man Herrscher im ostfränkisch-deutschen Reich? Seit dem Ende der karolingischen Herrschaft 911 wurde stets am Gedanken eines Wahlkönigtums festgehalten. Dennoch versuchten viele Könige und spätere Kaiser erfolgreich, frühzeitig die Nachfolge für ihre Söhne zu sichern.... mehr

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Die Kunst des Herrschens

Ganz oben und doch nicht allein

Monarchien waren im Mittelalter alternativlos. Die Menschen konnten in antiken Büchern zwar etwas über Demokratie oder Oligarchie lesen. Doch im mittelalterlichen Jahrtausend wurde einzig die Monarchie gelebt. Der Herrscher war scheinbar allmächtig. Tatsächlich musste er sich ständig... mehr

Die Städte Mainz, Speyer und Worms

Kraftzentren des Reichs

Der Rhein war die wichtigste Verkehrsader des Heiligen Römischen Reichs. Nicht zufällig entwickelten sich die drei am Strom liegenden Städte Mainz, Worms und Speyer zu zentralen Schauplätzen. Weltliche und geistliche Macht trafen dort aufeinander.... mehr

Symbolische Kommunikation durch Rituale

Öffentlich aufgeführt – und damit bindend

Auch die mittelalterliche Gesellschaft war von Normen und Regeln geprägt. Diese waren anders als heute jedoch meist nicht schriftlich fixiert. Weichenstellungen, zum Beispiel Friedensschlüsse oder die Vergabe von Lehen, wurden daher durch ein Ritual bekanntgemacht und für verbindlich erklärt... mehr


Es geschah vor 50 Jahren: Allende wird Präsident Chiles

Der ewige Verlierer

Am 4. September 1970 gewann Salvador Allende, Kandidat der vereinigten Linken, die chilenischen Präsidentschaftswahlen. Doch im Hintergrund wurde bereits sein Sturz betrieben – Drahtzieher waren die USA.... mehr

Forschung

Legionäre, auf in den Tod!

Nicht nur in der französischen, auch in der spanischen Fremdenlegion dienten Freiwillige aus verschiedenen Ländern. Was trieb sie an, was erlebten sie?  ... mehr

Forschung

Siegeszug des Heimwerkens

Gegen Entfremdung, aufgezwungenen Konsum und Massenprodukte: die „Do it yourself“-Bewegung in der deutschen Wohlstandsgesellschaft.... mehr

Eine vergessene Epidemie

Das rätselhafte„Englische Schweißfieber“

Im Jahr 1529 griff das „Englische Schweißfieber“, das bis dahin nur auf der Insel aufgetreten war, auf den Kontinent über. Vielerorts forderte die oft tödlich verlaufende Krankheit zahlreiche Opfer. Bis heute ist der Erreger dieser Fieberkrankheit unbekannt.... mehr

Die Katastrophe der Nobile-Expedition

SOS aus der Arktis

Am 25. Mai 1928 stürzte der italienische Luftschiffpionier Umberto Nobile (1885–1978) mit seinem Luftschiff „Italia“ auf dem Rückweg vom Nordpol über dem Packeis ab. Ein Teil der Mannschaft wurde nach dramatischen Suchaktionen gerettet. Der norwegische Polarforscher Roald Amundsen... mehr

Ephesos Museum Wien

Antike Schätze vom alten Kaiser

Es steht ein wenig im Schatten der großen Museen in Wien. Doch mit dem Ephesos Museum bietet die Donaustadt eine in Europa einzigartige Präsentation der Geschichte und Kunst im antiken Kleinasien. Seit 1895 graben österreichische Archäologen in der altgriechisch-römischen Metropole Ephesos.... mehr

Damaskios und die Religionspolitik unter Justinian

Das Ende der Athener Philosophenschule

Der römische Kaiser Justinian I. (527– 565) setzte die neuplatonischen Philosophen unter Druck: Die Lehren Platons und der Glaube an die alten Götter waren im christianisierten Römischen Reich unerwünscht. Damaskios, der letzte Leiter der Philosophenschule in Athen, und seine Schüler... mehr

Faszinierende Figuren: Felicitas Hoppe über Jeanne d’Arc

„Ritter und Jungfrau in einer Person“

Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft sprechen über historische Gestalten, die sie beeindruckt haben. In dieser Ausgabe: die Schriftstellerin Felicitas Hoppe über die französische Nationalheldin Jeanne d’Arc.... mehr

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DAMALS | Aktuelles Heft

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Der Podcast zur Geschichte.

Geschichten von Alexander dem Großen bis ins 21. Jahrhundert. 2x im Monat reden zwei Historiker über ein Thema aus der Geschichte. In Kooperation mit DAMALS – Das Magazin für Geschichte.

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Ton|stu|dio  〈n. 15; Radio; Film; TV〉 Studio für Tonaufzeichnungen ● eine CD im ~ aufnehmen

Leer|stel|le  〈f. 19〉 1 leere, nicht ausgefüllte Stelle 2 〈auf Tastaturen〉 durch Drücken der Leertaste erzeugter Zwischenraum zwischen zwei Zeichen (Buchstaben, Zahlen) ... mehr

Dia|to|nik  〈f. 20; unz.; Mus.〉 1 Tonfolge, die sich überwiegend durch Ganztonschritte bewegt 2 das europ. Dur–Moll–System; ... mehr

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