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DAMALS 09/2022

Die Wikinger – Gefürchtete Krieger aus dem Norden

Bildsteine, die an Verstorbene erinnern, sollten eine Verbindung zur Welt der Götter herstellen. Die Szene ganz oben auf diesem Stein aus Gotland zeigt sitzend das Götterpaar Odin (rechts) und seine Gattin Frigg. Sie empfangen einen verstorbenen Krieger. (Bild: AKG)

Nein, sie hatten keine Hörner an den Helmen – um gleich eines der langlebigsten Klischees zu den Wikingern zu entkräften. Die Kopfbedeckungen der skandinavischen Krieger sahen eher wie das hier gezeigte Modell aus. Diesen sogenannten Brillenhelm aus dem 10. Jahrhundert fanden Archäologen im norwegischen Gjermundbu. Dass die Nordmänner mitunter sehr unfreundliche und brutale Zeitgenossen waren, das stimmt allerdings. Die Mönche der Klosterinsel Lindisfarne mussten dies 793 als Erste erfahren, als Wikinger bei einem Überfall mordeten, brandschatzten und raubten. Die dank ihrer legendären Schiffe äußerst mobilen Skandinavier brachten mit ihren gefürchteten Beutezügen – später auch als Siedler – eine Dynamik in die mittelalterliche Welt, die viele Regionen Europas nachhaltig prägen sollte.

Die vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 09/2022

Beiträge in dieser Ausgabe

Aus dem Dunkel der Geschichte
Laut den mittelalterlichen Chronisten traten die Nordmänner im 8. Jahrhundert ganz plötzlich auf. Das stimmt so nicht, denn die Skandinavier waren den Westeuropäern schon lange als wichtige Handelspartner bekannt. Neu waren allerdings die konzertierten Raubzüge der Wikinger.
Autor: Prof. Dr. Rudolf Simek

Steckt mehr hinter dem Mythos?
Für viele Menschen ist der Begriff „Wikinger“ noch immer gleichbedeutend mit furchterregenden, im Rausch kämpfenden Barbaren. Dieser Mythos der Nordmänner als eine Art Naturkatastrophe, die Tod und Verderben brachte, basiert auf den schriftlichen Überlieferungen christlicher Mönche. Die Archäologie zeichnet dagegen ein differenzierteres Bild.
Autor: Dr. Matthias Toplak


Krieger, Siedler, Herrscher
Gekommen, um zu bleiben: Nach Jahrzehnten der Wikinger-Überfälle ließen sich Skandinavier auf den Britischen Inseln dauerhaft nieder. Sie eroberten Land, gründeten eigene Reiche und wurden zu einem wichtigen Faktor bei der Entstehung Englands.
Autor: Dr. Dirk H. Steinforth

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Sagenhafte Wikinger-Metropole
An der Schlei, gegenüber dem heutigen Schleswig, befand sich einst die bedeutendste Stadt der Wikinger: Haithabu. Der Hafen war ein Umschlagplatz zwischen Skandinavien und dem Frankenreich und verband den Handelsraum der Nordsee mit dem der Ostsee.
Autor: Dr. Volker Hilberg

Angriff auf das Frankenreich
Auch das Reich Karls des Großen und seiner Nachfahren war vor den Wikingern nicht sicher. Später siedelten sich die hier Normannen genannten Skandinavier in der Normandie an. Dieser Prozess führte zu einem langsamen Abklingen der Überfälle.
Autorin: PD Dr. Alheydis Plassmann

Terror in München
Die XX. Olympischen Spiele, die am 26. August 1972 in München begannen, sollten der Welt eine freundliche Bundesrepublik zeigen – ein Land, das sich seit den Spielen von 1936 grundsätzlich gewandelt hatte. Doch Anfang September kam es zur Katastrophe, als palästinensische Terroristen auf der Jagd nach Juden das olympische Dorf überfielen.
Autor: Dr. David Neuhäuser

Heilung auf dem Meer
Geplant, aber kaum umgesetzt: Schwimmende Sanatorien sollten den Menschen zu Beginn des 20. Jahrhunderts Erholung für Körper und Sinne gewähren.
Autorin: Univ.-Prof. Dr. Regina Thumser-Wöhs

Gelehrter, Soldat, Whistleblower
Die Veröffentlichungen eines außergewöhnlichen preußischen Soldaten geben ungeschönte Einblicke in den Krieg gegen das revolutionäre Frankreich.
Autorin: Anna Joisten

 

Queer im 18. Jahrhundert
Catharina Margaretha Linck alias Anastasius Lagrantinus Rosenstengel wurde 1721 wegen „Unzucht mit einem Weybe“ hingerichtet. Jahrelang hatte sie als Mann gelebt, sich unter anderem als Soldat durchgeschlagen. Als sie 1717 die junge Catharina Margaretha Mühlhahn heiratete, bahnte sich das Unheil an.
Autorin: Dr. Angela Steidele

Wohltäter und Antisemit
Seit Jahren tobt in Wien ein Denkmalstreit um den legendären Bürgermeister und Antisemiten Karl Lueger, im Amt von 1897 bis 1910, an den ein gigantisches Monument erinnert. Bis heute sind sich die Wiener uneins, ob sie den Wohltäter Lueger preisen oder den Judenhasser Lueger verdammen sollen.
Autor: Rudolf Gruber

Wo Satire zu Hause ist
Am Rand der Frankfurter Altstadt gibt es etwas Besonderes zu entdecken – ein spätgotisches Gemäuer, hinter dem sich Humor und Witz, Bissigkeit und Frechheit versammeln: das Caricatura Museum am Weckmarkt.
Autorin: Helga Haas Rietschel

Prinzessin zwischen den Stühlen
Anna von Sachsen (1544–1577) heiratete 1561 den niederländischen Staatsmann und Feldherrn Wilhelm von Oranien. Die zunächst glückliche Ehe entwickelte sich vor dem Hintergrund des Achtzigjährigen Kriegs – des Aufstands der Nieder lande gegen die spanische Oberhoheit – zu einem auch öffentlichen Drama.
Autor: Felix Melching

 

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