DAMALS 02/2020 Wendezeit – Die ersten Jahre der Einheit - wissenschaft.de
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DAMALS 02/2020

Wendezeit – Die ersten Jahre der Einheit

Nach den euphorischen Ereignissen rund um den Mauerfall standen Politik und Bürger in Deutschland vor einer riesigen Herausforderung: Wie sollten Ost und West zusammenwachsen? In der früheren DDR war der Umbruch mit einem Austausch der Eliten und einem dramatischen wirtschaftlichen Einbruch verbunden. Eine zentrale Rolle spielte dabei die Treuhand. Ihre Aufgabe war es, die bis dahin staatlich kontrollierten Unternehmen privatwirtschaftlich zu organisieren – oft endeten die Versuche jedoch mit der Abwicklung der Betriebe und der Entlassung der Mitarbeiter. Wut und Frustration über diese negativen Erfahrungen der Wendezeit haben im Osten tiefe Spuren hinterlassen.

Beiträge in dieser Ausgabe

Konsequenzen einer Revolution

Der große Elitenaustausch

Mit dem Einigungsvertrag übernahm die DDR das politische System der Bundesrepublik. Von Vorteil war, dass damit für den Aufbau von Behörden und Institutionen in Ostdeutschland reichlich Expertise aus dem Westen zur Verfügung stand. Konsequenz für die neuen Bundesbürger: Ihre bisherigen Eliten... mehr

Umbau der Ostwirtschaft

Zankapfel Treuhand

In rasantem Tempo privatisierte die Treuhandanstalt von 1990 bis 1994 Tausende Betriebe der ehemaligen DDR-Wirtschaft. Trotz mancher Erfolge gingen dabei Hunderttausende von Arbeitsplätzen verloren, und die Verluste waren riesig. Bis heute spaltet das Wirken der Bundeseinrichtung die Gesellschaft.... mehr

Privatisierungspolitik und die Folgen

Zum Nachteil des Ostens

Die entschiedene Privatisierung der Ostwirtschaft, von der Politik vorgegeben, von der Treuhand umgesetzt, benachteiligte mögliche Investoren aus Ostdeutschland. Eine entscheidende Rolle spielte dabei die Frage der „Altschulden“.... mehr

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Bilanz aus ostdeutscher Sicht

Rausch und Kater

Das erste Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung war für die Menschen im Osten schwierig. Dem Höhenflug der Wendezeit folgte vielfach Ernüchterung. Doch weder die ökonomischen Kennziffern noch die subjektiven Befindlichkeiten ergeben ein einheitliches Bild.... mehr

Der Westen und die Wiedervereinigung

Ein Fall von Beharrungsvermögen

Vor 1989 hatte sich eine große Mehrheit der Westdeutschen für die östlichen Nachbarn kaum interessiert. Daran hat sich auch im vereinten Deutschland nicht viel geändert.... mehr

Blick über den Tellerrand

Vorreiter Polen

Der gesellschaftliche Wandel, der schließlich zum Ende des Staatssozialismus führte, begann in Polen schon Anfang der 1980er Jahre. Das von General Jaruzelski verhängte Kriegsrecht verzögerte den Umbruch nur. Den Weg zu einer funktionierenden Demokratie musste sich das Land allein erkämpfen.... mehr

Zeitzeuge im Interview

„Du musstest dich nur trauen“

Er zählte zu denjenigen, die nach der Wende ohne Erfahrung politische Verantwortung übernahmen und über viele Jahre auf regionaler Ebene die Politik in Ostdeutschland mitgestalteten: Ralf Luther, 67, ehemaliger Landrat von Schmalkalden-Meiningen in Thüringen. Über seine Erfahrungen berichtet... mehr


Es geschah vor 30 Jahren: Freilassung Nelson Mandelas

Der Versöhner

Nach 27 Jahren Haft wurde am 11. Februar 1990 Nelson Mandela, einer der führenden Kämpfer gegen die südafrikanische Apartheid, auf Veranlassung von Staatspräsident Frederik Willem de Klerk freigelassen. Es war der Beginn eines politischen Prozesses hin zur Demokratisierung des Landes, der das... mehr

Forschung

Konkurrierende Gedächtnisse

Ein Forschungsverbund untersucht das Spannungsverhältnis zwischen Erinnerungen von Ostdeutschen an die DDR und deren öffentlicher Darstellung heute.... mehr

Forschung

Macht in Stein

Die heute nur noch in Resten sichtbare Porta Praetoria in Regensburg war einst neben der Porta Nigra in Trier die bedeutendste römische Toranlage.... mehr

Das Drama um Erzbischof Thomas Becket

Opfer der eigenen Loyalität

Thomas Becket, Erzbischof von Canterbury, widersetzte sich dem Zugriff der Krone auf die Kirche – und musste dafür sterben. Am 29. Dezember 1170 ermordeten vier Ritter, die dem englischen König Heinrich II. treu ergeben waren, den gerade aus dem Exil zurückgekehrten Hirten in der Kathedrale.... mehr

Friedrich Wilhelm von Brandenburg

Kurfürst mit Kämpferherz

Er legte die Fundamente für den späteren Aufstieg Brandenburg-Preußens: Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1640–1688). Aber war der „Große Kurfürst“ der souveräne Stratege, zu dem er lange stilisiert worden ist? Die neuere Forschung urteilt eher nüchtern – sie hebt vor... mehr

Museum Brot und Kunst – Forum Welternährung

Mensch und Brot

In Ulm zeigt eine neue Dauerausstellung das Brot als Alltags-, Kunst- und Kulturprodukt. Und sie regt dazu an, sich über eine gerechtere Verteilung von Nahrung Gedanken zu machen.... mehr

Schwedisches "Volksheim"

Markenzeichen Wohlfahrtsstaat

Die Anfänge des schwedischen Wohlfahrtsstaats liegen in den 1920er Jahren. Damals entwarf der Sozialdemokrat Per Albin Hansson die Idee des „Volksheims“. Diese Verknüpfung von linken Idealen und bürgerlichen Werten prägte Politik und Gesellschaft in Schweden bis in die 1980er Jahre.... mehr

Faszinierende Figuren: Josef Kraus über Wilhelm von Humboldt

„Ein Sprachgenie ohnegleichen“

Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft sprechen über historische Gestalten, die sie beeindruckt haben. In dieser Ausgabe: Josef Kraus, langjähriger Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes, über den Gelehrten Wilhelm von Humboldt.... mehr

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Da|ten|trans|fer  〈m. 6; IT〉 alle Bewegungen von Daten innerhalb einer od. mehrerer Datenverarbeitungseinheiten

Atom|test  〈m. 1 od. m. 6〉 Test mit atomaren Sprengköpfen (zu Versuchszwecken); Sy Atomversuch ... mehr

phi|lo|so|phisch  〈Adj.〉 1 zur Philosophie gehörend, auf ihr beruhend 2 〈fig.〉 denkend, denkerisch, weise ... mehr

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