DAMALS 07/2006 Canossa, Januar 1077 - wissenschaft.de
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DAMALS 07/2006

Canossa, Januar 1077

Wer war das eigentliche Haupt der Christenheit – der Kaiser oder der Papst? Um diese Frage kreisten die Auseinandersetzungen des Investiturstreits, in dem es um mehr ging als „nur“ um die Frage, wer die Bischöfe in ihr Amt einführen durfte. In seinem „Dictatus Papae“ machte Gregor VII. klar, daß der Papst „einzigartig“ auf der Welt sei und kirchliche Streitfragen allein von ihm zu entscheiden wären, als Haupt der römischen Kirche, „die niemals in Irrtum verfallen ist und … niemals irren wird“. Höhepunkt des Investiturstreits war der Gang König Heinrichs IV. nach Canossa im Januar 1077. Zwar mußte Gregor den büßenden König wieder in den Schoß der Kirche aufnehmen, doch war die Opposition gegen Heinrichs Herrschaft unter den deutschen Fürsten so groß, daß er es nicht nur mit einem Gegenkönig zu tun bekam, sondern daß der eigene Sohn sich gegen den Vater wandte.

Beiträge in dieser Ausgabe

Der Gang nach Canossa

Ein Ereignis, das die Welt veränderte?

Mitten im Winter 1076/77 zog der römische König Heinrich IV. über die Alpen, um sich vom Kirchenbann lösen zu lassen, den Papst Gregor VII. über ihn verhängt hatte. Zwar gelang das Unterfangen, doch mit Folgen, die noch Jahrhunderte nachwirken sollten.... mehr

Heinrich IV. und Gregor VII.

Taktik contra Prinzipien

Stehen Heinrich IV. und Gregor VII. nur stellvertretend für ihre Ämter, für Königsherrschaft und Papsttum? Oder trägt ihr Streit auch individuelle Züge: hier der prinzipienlose Taktiker, dort der sendungsbewußte Rigorist, der sich als Stellvertreter Gottes im ... mehr

Der Investiturstreit

Die Macht der Symbole

Der Investiturstreit war nicht zuletzt ein Kampf um Symbole. Durfte der König die Bischöfe mit Stab und Ring in ihr Amt einführen? Diese Frage war nicht nur in Canossa präsent – sie wurde zum Zeichen eines ganzen Zeitalters.... mehr

Die Opposition gegen Heinrich IV.

Totengräber der Königsmacht?

Mord, Vergewaltigung, Unterdrückung und andere „abscheuliche Verbrechen“ – die Liste der Vorwürfe gegen Heinrich IV. ist lang. Alles Verleumdung? Oder waren sie doch Ausdruck einer weitverbreiteten Unzufriedenheit mit der Amtsführung dieses Herrschers, der den... mehr

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Ernest Hemingway begeht Selbstmord

Der alte Mann und der Tod

Am frühen Morgen des 2. Juli 1961 setzte Ernest Hemingway seinem Leben ein Ende. Der Nobelpreisträger starb, wie er gelebt hatte – radikal und rücksichtslos sich selbst gegenüber.... mehr

Der Spanische Bürgerkrieg

Der kurze Sommer der Anarchie

Im republikanischen Lager blühten während des Spanischen Bürgerkriegs zahlreiche Utopien. Vor allem die Anarchisten versuchten dabei, ihr Ideal einer herrschaftsfreien Gesellschaft ohne Staat, Privateigentum, Autoritätsprinzip und Klassen zu verwirklichen.... mehr


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