DAMALS 09/2005 Der Untergang des Doppeladlers - wissenschaft.de
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DAMALS 09/2005

Der Untergang des Doppeladlers

Durch das Auseinanderbrechen der Habsburger-Monarchie wurde aus Österreich ein Kleinstaat, den die maßgeblichen Politiker und die Mehrheit der Bevölkerung weder gewollt hatten noch für überlebensfähig hielten. Die Wehrverbände der Parteien untergruben die staatliche Autorität und lieferten einander Straßenschlachten, die wirtschaftliche Lage war nach dem verlorenen Krieg katastrophal. Doch die von den Siegern verordnete Republik überstand wider Erwarten alle Krisen und etablierte sich in der Mitte der 1920er Jahre als weitgehend stabiles Staatswesen. Und das „rote Wien“ behielt, wenn auch mit einigen Abstrichen, sogar seine kulturelle Anziehungskraft als Stadt der Moderne. Wie die Republik Deutsch-österreich, so zerbrachen auch die anderen Nachfolgestaaten des Habsburger-Reiches in der Folge nicht an ihren inneren und äußeren Konflikten – von der Tschechoslowakei über das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen bis hin zu dem staatlich wiedererstandenen Polen.

Beiträge in dieser Ausgabe

Österreich 1910–1930

Der Staat, den keiner wollte

Es waren Probleme auf vielen Ebenen, die den Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg auseinanderbrechen ließen. Dazu gehörten die ungelösten Nationalitätenfragen ebenso wie wirtschaftliche Schwierigkeiten. Doch auch die junge Republik... mehr

Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg

Das Ende einer Vielvölker-Armee

Erst in den letzten Kriegs?jahren führte das Erstarken nationalistischer Kräfte zur Auflösung der österreichisch-ungarischen Armee. Doch hatten zuvor bereits der Mangel an Material und eine Verzettelung der Kräfte zu einer zunehmend ungünstigen militärischen Lage... mehr

Die Entstehung der Nachfolgestaaten des Habsburger-Reiches

Kokarden, Jauchzen, Fahne über Fahne

Aus den Trümmern des Habsburger-Reiches entstanden nach dem Ersten Weltkrieg neue Staaten, die sich nach dem Vorbild der westlichen Demokratien organisierten und als Nationalstaaten verstanden. Trotz zahlreicher Konfliktfelder erwiesen sich diese Neu?bildungen als durchaus... mehr

Zur kulturellen Situation der jungen Republik

Modernität in Wien

Zwar zog es viele österreichische Kulturschaffende in den 1920er Jahren nach Berlin, doch etablierte sich vor allem im „roten Wien“ eine eigenständige kulturelle Landschaft, die zum Symbol für die sozial??demokratische Modernität in Westeuropa wurde. Und in Salzburg... mehr

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Der verfassungsgeschichtliche Hintergrund

Nicht einmal nostalgisch wieder auferstanden

Auch ohne Ersten Weltkrieg hätten die Konflikte, die den Bestand des Vielvölkerstaats Österreich-Ungarn bedrohten, ihre Sprengkraft behalten. Doch stärkte die militärische Niederlage die zentrifugalen Kräfte so sehr, daß die Nationalitätenfrage schließlich zum... mehr

Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte

Wo für die Freiheit Blut geflossen ist

Das badische Rastatt ist bekannt als barockes Kleinod und als Zentrum der badischen Revolution von 1848/49. Ihr widmet sich – unter anderem – die Erinnerungsstätte für die deutschen Freiheitsbewegungen.... mehr

Angkor

Kambodschas Größe und Ruhm

Eine der glänzendsten Kulturepochen Südostasiens ist mit dem Namen Angkor verbunden. Er bezeichnet die wichtigste Stadt des alten Khmer-Reiches, Metropole einer Großmacht und heiliges Zentrum vom 9. bis zum 15. Jahrhundert.... mehr

Leserreise vom 22. Februar bis zum 14. März 2006

Im Land der lächelnden Buddhas

Die Zusammenstellung von Reisen nach Südostasien erfolgt meist nach touristisch-technischen Aspekten. DAMALS orientiert sich dagegen an den inneren Zusammenhängen einer herausragenden Kultur – und bietet seinen Lesern damit außergewöhnliche Einblicke in Birma, Thailand ... mehr


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