DAMALS 12/2010 Die Heiligen Drei Könige - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

DAMALS 12/2010

Die Heiligen Drei Könige

Die Heiligen Drei Könige gehören heute wie selbstverständlich zur Weihnachtsgeschichte. Doch im Matthäus-Evangelium ist lediglich von „Magiern aus dem Osten“ die Rede, aber nicht von Königen, und die Zahl Drei kommt auch nicht vor. Und offiziell heiliggesprochen wurden die „Heiligen Drei Könige“ genauso wenig. Das tat ihrer aus der Tradition gespeisten Verehrung keinen Abbruch und ebenso wenig ihrer politischen Inanspruchnahme. Die Translation ihrer Reliquien von Mailand nach Köln inszenierte Rainald von Dassel, der Kanzler Friedrich Barbarossas, im Jahr 1164 als Triumphzug. Der Besitz der Leiber jener Könige, die als Erste Christus als König aller Könige erkannt hatten, unterstrich die Heiligmäßigkeit des römisch-deutschen Reichs und machte Rainalds eigene Bischofsstadt Köln zu einem der bedeutendsten Wallfahrtszentren des Mittelalters.

Beiträge in dieser Ausgabe

Zur Frühgeschichte der Dreikönigsreliquien

Das große Schweigen

Erst durch die Überführung nach Köln rückten die Reliquien der Heiligen Drei Könige in den Blickpunkt des religiösen und politischen Interesses. Doch weshalb hatte in Mailand zuvor kein Hahn nach ihnen gekräht? Gab es Zweifel an ihrer Authentizität? Oder war sogar... mehr

Köln und die Heiligen Drei Könige

Das Symbol der Stadt

Rainald von Dassel brachte die Gebeine der Heiligen Drei Könige in seine Bischofsstadt Köln und begründete dort ihre religiöse Verehrung. Diese wiederum machte die Stadt zu einem attraktiven Pilgerziel. Auch der Neubau des gotischen Doms ist in diesem Zusammenhang zu... mehr

Die Magier und der Stern von Bethlehem

Eingebettet in antike Tradition

Magier, die einem Stern folgen, der die Geburt eines neuen Königs anzeigt? Was aus heutiger Sicht phantastisch erscheinen mag, dürfte von den Zeitgenossen des Evangelisten Matthäus keineswegs so empfunden worden sein.... mehr

Heiligenverehrung und große Politik

Heilige, streitende und huldigende Könige

Weil sie die ersten Könige waren, die die Gottheit Christi erkannten, wurden die Heiligen Drei Könige zu Vorbildern der realen Könige des Mittelalters. Vor allem die römisch-deutschen Könige versicherten sich in Köln ihres Schutzes – und versicherten im Gegenzug, die ... mehr

Anzeige

Jungsteinzeit im Umbruch

Mit Innovation zur Zivilisation

In der Jungsteinzeit kam es zu zahlreichen tiefgreifenden Veränderungen: Die landwirtschaftliche Produktion wurde durch den Einsatz tierischer Arbeitskraft und die Verwendung des Pflugs gesteigert, Kupfer und Gold wurden zu Waffen und Schmuck verarbeitet, und es etablierte... mehr

Künstler in mittelalterlichen Werkstätten

Ein hartes Brot

Der Künstler als Individualist, der sich vor allem selbst verwirklicht, ist eine Erfindung der Neuzeit. Mittelalterliche Künstler schufen ihre Werke nicht aus eigenem Antrieb, sondern für einen kirchlichen oder adligen Auftraggeber. Ihre Arbeit war hart und manchmal sogar... mehr

Titelbeitrag Weitere Themen

Das Buch des Jahres 2010

Neu- und Wiederentdeckung, Lesevergnügen und viel Stoff zum Nachdenken, all das bietet unser „Buch des Jahres 2010“: Das vergessene 20. Jahrhundert. Die Rückkehr des politischen Intellektuellen von Tony Judt. Es widmet sich intensiv den politischen Intellektuellen des... mehr


Anzeige

DAMALS | Aktuelles Heft

Bildband DAMALS Galerie

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Wissenschaftslexikon

Ge|sin|de  〈n. 13; unz.; früher〉 Knechte u. Mägde des Bauern; Sy Gedinge ( ... mehr

Gans  〈f. 7u〉 1 〈Zool.〉 1.1 〈i. w. S.〉 Angehörige einer Untergruppe der Siebschnäbler, der neben den Gänsen (1.2) auch die Schwäne angehören: Anserina  1.2 〈i. e. S.〉 Angehörige einer der 14 Arten der Schwimmvogelgattung Anser u. Branta ... mehr

Gyn|an|drie  auch:  Gy|nand|rie  〈f. 19; unz.; Biol.〉 Nebeneinander von männlichen u. weiblichen Merkmalen bei einem Individuum, wobei in phänotypisch männl. Teilen auch genotypisch weibliche Merkmale entstehen; ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige