DAMALS 11/2018 Revolution in Bayern - wissenschaft.de
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DAMALS 11/2018

Revolution in Bayern

Soldaten bejubeln am 7. November 1918 in München die Ausrufung des Freistaats. Die in der Stadt stationierten Truppen hatten sich zuvor mit Kurt Eisner und seinen Anhängern verbrüdert. (Ullstein Bild / Heinrich Hoffmann)

„Die Dynastie Wittelsbach ist abgesetzt! Bayern ist fortan ein Freistaat!“. Am 8. November 1918 beendete Kurt Eisner – vom Arbeiter- und Soldatenrat zum Ministerpräsidenten ernannt – die Monarchie in Bayern. Wie im gesamten Deutschen Reich entfaltete sich auch in Bayern im Herbst 1918 eine revolutionäre Wucht, die jahrhundertealte Strukturen hinwegfegte. Bei der Frage, durch was diese ersetzt werden sollten, herrschte wenig Einigkeit. Als Eisner im Februar 1919 einem Anschlag zum Opfer fiel, versank Bayern im Chaos: Eine parlamentarische Regierung und eine Räterepublik rangen um die Macht. Der Konflikt eskalierte zum blutigen Kampf, über 1000 Menschen starben.

 

 

 

 

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Beiträge in dieser Ausgabe

1918 - Bayern und das Reich

Früchte des Zorns

Das Kriegsjahr 1918 brachte nach einer letzten, kurzzeitig erfolgreichen Großoffensive im Westen die deutsche Niederlage. Das ganze Reich war kriegsmüde, die Versorgung flächendeckend schlecht. Vielerorts gärte es – auch in Bayern wuchs die Wut auf die unfähige Führung. Am Ende stürzte die... mehr

Kurt Eisner

Vom Bürgersohn zum Revolutionär

Ein Berliner Journalist stürzt die bayerische Monarchie – wer war eigentlich dieser Mann? In bürgerlichem jüdischem Milieu geboren, erlebte Kurt Eisner den wirtschaftlichen Abstieg seiner Familie. Er wurde Journalist und SPD-Mitglied. Und nach 1914 entwickelte er sich zum radikalen... mehr

Ausrufung des „Freistaats“ Bayern

Friedlicher Marsch zur Macht

Ohne auf Widerstand zu stoßen, setzten Kurt Eisner und seine Anhänger am 7. November 1918 den bayerischen König ab – sie waren friedlich demonstrierend zu den Münchner Kasernen gezogen und hatten sich mit den Soldaten verbrüdert. Die neue Regierung brachte vieles auf den Weg, aber sie... mehr

Linke Intellektuelle und die Räterepublik

Dichter, Denker, Revolutionäre

Solidarität mit den Schwachen und der Wunsch, soziales Unrecht aktiv zu bekämpfen, zogen Dichter und Denker in die Reihen der Münchner Revolutionäre. Aber der Traum von einer besseren Welt währte nur kurz.... mehr

Die kurzlebige Räterepublik

Ende mit Schrecken

Im Januar 1919 gab es bei einer Demonstration in München die ersten Toten. Für das bürgerliche Lager wurde die „Revolution“ nun zum Horrorszenario, während die radikale Linke am 7. April eine „Räterepublik“ ausrief. Im Mai beendeten Reichswehrtruppen und Freikorps-Verbände das... mehr

Was bleibt?

Anlass für 100 Jahre Streit

Erst in jüngster Zeit wird die Rolle Kurt Eisners für die Entwicklung der Demokratie in Bayern zunehmend positiv gesehen – und zwar in allen politischen Lagern. In den Jahrzehnten davor war die Bewertung des Revolutionärs fest an den jeweiligen ideologischen Standpunkt gebunden.... mehr


Es geschah vor 50 Jahren: Beate Klarsfeld ohrfeigt Kiesinger

Aufarbeitung per Provokation

Am 7. November 1968 verpasste die deutsch-französische Aktivistin Beate Klarsfeld Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) in Berlin eine Ohrfeige. Der Schlag machte Klarsfeld berühmt: Er stand für den Versuch der Generation von 1968, mit den bundesdeutschen Eliten abzurechnen – viele der... mehr

Forschung

Hetzgarten oder Jagdkritik

Der eine liebte blutige Spektakel, der andere verabscheute die Jagd. Wie die preußischen Könige mit wilden Tieren umgingen, verrät viel über ihr Herrschaftsverständnis.... mehr

Forschung

Reise in gefährlicher Zeit

1636 reiste ein Gruppe von Engländern in diplomatischer Mission durch das kriegsgebeutelte Deutschland.... mehr

Kleinwüchsige Menschen am Hof

Spaßmacher, Liebling, Diplomat

„Hofzwerge“ gehörten im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit zu einer standesgemäßen Hofhaltung. Sie waren keineswegs nur hilflose Objekte einer dekadenten Adelsgesellschaft, sondern besaßen genau bezeichnete Privilegien. Manche konnten sogar zu Günstlingen oder Beratern aufsteigen.... mehr

Trier in der Antike

Fast wie im richtigen Rom

Wenn es darum geht, das römische Trier zu charakterisieren, wird gern ein Zitat des großen Althistorikers Theodor Mommsen bemüht, wonach die antike Stadt als das „Rom des Nordens“ zu gelten hatte. Woher aber rührt diese Einschätzung, und ist sie berechtigt?... mehr

Museum

Am Sitz des Keltenfürsten

Auf dem hessischen Glauberg residierte in vorrömischer Zeit ein Herrscher mit europaweiten Verbindungen. Heute präsentiert dort ein Museum spektakuläre Funde.... mehr

Der Begründer der Antroposophie

Das Rätsel Rudolf Steiner

An Rudolf Steiner (1861–1925), dem Begründer der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik, scheiden sich bis heute die Geister. Ausgehend von ideellen Bewegungen seiner Zeit, etwa der Theosophie, entwickelte er seine ganz eigene Weltanschauung.... mehr

Faszinierende Figuren: Daniela Wander über Jan van Eyck

„Eine vollkommen neue Naturtreue“

Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wissenschaft sprechen über historische Gestalten, die sie beeindruckt haben. In dieser Ausgabe: die Schriftstellerin Daniela Wander über den Maler Jan van Eyck.... mehr

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Ges–Dur–Ton|lei|ter  〈f. 21; Mus.〉 Tonleiter in Ges–Dur

Ame|tro|pie  〈f. 19; unz.; Opt.〉 Abweichung von der normalen Brechkraft des Auges [<grch. A…1 ... mehr

Da|ten|zen|trum  auch:  Da|ten|zent|rum  〈n.; –s, –tren〉 spezialisierte Dokumentationsstelle, die Literatur nachweist u. aus der Literatur u. a. Quellen Daten sammelt, bearbeitet u. veröffentlicht ... mehr

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