Neuntägige DAMALS-Leserreise vom 5. bis 13. September 2020 Serbien – Land der Römer und der Klöster - wissenschaft.de
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Neuntägige DAMALS-Leserreise vom 5. bis 13. September 2020

Serbien – Land der Römer und der Klöster

Bollwerk gegen die Osmanen: das Wehrkloster Manasija. (Bild: istock/OlegGr)

Serbien ist eine historische Kulturlandschaft ersten Ranges. Auf dieser Reise stehen die römische Antike und die mittelalterlichen Klöster im Mittelpunkt. Doch gebührend gewürdigt werden auch eindrucksvolle Monumente aus Prähistorie und Neuzeit.


Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Holger Sonnabend, Universität Stuttgart, tauchen die Leserinnen und Leser von DAMALS tief in die Kulturgeschichte Serbiens ein. Für die Redaktion ist Chefredakteur Stefan Bergmann mit von der Partie.

5. September, Anreise – Belgrad: Am Vormittag Linienflug mit Lufthansa nach Belgrad. Bei einer Stadtrundfahrt tauchen wir in die Geschichte der „weißen Stadt“, der heutigen Hauptstadt Serbiens, ein. Ein Höhepunkt ist die alte Festung Kalemegdan, die, am Zusammenfluss von Save und Donau gelegen, von der Antike bis in die Neuzeit als Bollwerk der Stadt diente. Dort befinden sich die Reste der römischen Siedlung Singidunum. Der hier stationierten Legion oblag die Überwachung der Donaugrenze. Anschließend Besuch der Kathedrale des heiligen Sava, der größten orthodoxen Kirche auf dem Balkan. Traditionelles Abendessen im Künstler- und Bohèmeviertel Skadalija.

6. September, Belgrad – Sremska Mitrovica – Belgrad: Fahrt auf der „Straße der römischen Kaiser“, die wichtige archäologische Stätten aus der Römerzeit miteinander verbindet. Nicht weniger als 17 römische Kaiser, vor allem des 3. und 4. Jahrhunderts, stammten aus dem heutigen Serbien. In Sremska Mitrovica, 75 Kilometer nordwestlich von Belgrad, liegt die römische Stadt Sirmium. Sie gehörte zu den wichtigsten spätantiken Kaiserresidenzen. Die Palast‧anlage vermittelt einen hervorragenden Eindruck der Herrschaftsarchitektur am Donaulimes. Zur Hinterlassenschaft der Römer gehören ferner die Reste eines Hippodroms, ein Getreidespeicher und eine christliche Basilika.

7. September, Belgrad – Viminacium – Golubac – Lepenski Vir – Donji Milanovac – Eisernes Tor – Kladovo: Fahrt zur alten Römerstadt Viminacium. Hier war seit dem 1. Jahrhundert eine römische Legion (legio VII Claudia) stationiert. Daneben entwickelte sich eine prosperierende Zivilstadt. Prunkstück ist das Amphitheater, das 12 000 Besuchern Platz bot. Die bestens restaurierte Nekropole vermittelt besondere Einblicke in Begräbnissitten und Totenkult. Weiterfahrt zur renovierten Festung Golubac aus dem 14. Jahrhundert. In Lepenski Vir besichtigen wir eine bedeutende prähistorische Fundstätte. Danach eine Bootsfahrt auf der Donau. Sie führt durch die Djerdap-Schlucht zum „Eisernen Tor“ an der Grenze zu Rumänien. Vom Wasser aus sehen wir die antike „Tabula Traiana“, die den Bau einer Römerstraße entlang der Donau dokumentierte, und eine 2004 vollendete Monumentalskulptur des dakischen Königs Decebalus.

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8. September, Kladovo – Zaječar – Felix Romuliana – Timacum Minus – Niš: Felix Romuliana ist der antike Name der imposanten Residenz des römischen Kaisers Galerius aus dem frühen 4. Jahrhundert. Üppig ausgestattet mit Mosaiken, Fresken und Skulpturen, beeindruckt sie auch durch ihre imperiale Architektur. Die Funde sind im Museum von Zaječar ausgestellt. Nach einem Mittagsimbiss Besuch der römischen Siedlung Timacum Minus. In Niš, dem antiken Naissus, wurde Konstantin der Große geboren. Seit kurzem für das Publikum wieder geöffnet ist die Ausgrabung von Mediana, einer spätantiken Kaiservilla aus der Zeit Konstantins. Zum Abschluss des Tages Besichtigung der Festung von Niš.

9. September, Niš – Pločnik – Kloster Djurdjevi Stupovi – Novi Pazar: Die Fundstätte von Pločnik gehört zur neolithischen Vinca-Kultur (um 5400 bis 4500 v. Chr.) Im beschaulichen Dorf Brus Mittagessen auf einem familiengeführten Landgut mit hausgemachten serbischen Spezialitäten. Am Nachmittag Fahrt nach Novi Pazar. Besichtigung der Peterskirche aus dem 9. Jahrhundert (UNESCO-Weltkulturerbe). Hier wurde Stefan Nemanja, der Begründer der serbischen Dynastie der Nemanjiden, im 12. Jahrhundert getauft (UNESCO-Weltkulturerbe). Anschließend Besuch des Klosters Djurdjevi Stupovi (12. Jahrhundert), eines der ältesten Klöster Serbiens. Gewidmet war das ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Bauwerk dem heiligen Georg. Das Programm dieses Tages endet mit einem Bummel durch Novi Pazar.

10. September, Novi Pazar – Kloster Sopoćani– Studenica – ŽičaVrnjačka Banja: Dieser Tag steht ganz im Zeichen der serbischen Klöster. Erste Station ist das Kloster Sopoćani, 1265 von König Stefan Uroš I. im serbisch-byzantinischen Stil der Raška-Schule erbaut. Die Wandfresken und Ikonen gehören zu den schönsten mittelalterlichen Malereien in Serbien (UNESCO-Weltkulturerbe seit 1979). Durch das Kopaonik-Gebirge geht es weiter zum Kloster Studenica. Das Zentrum der Anlage aus dem 12. Jahrhundert ist die Muttergotteskirche. Das Kloster Žiča wurde unter dem ersten serbischen König Stefan errichtet. Es war der Sitz des Erzbischofs sowie Krönungskirche der serbischen Könige.

11. September, Vrnjačka Banja – Klöster Ravanica und Manasija – Smederevo – Belgrad: Vom Hotel im Kurort Vrnjačka Banja geht die Fahrt zu den Wehrklöstern Ravanica und Manasija, im 14. Jahrhundert als Bollwerk gegen die Osmanen errichtet. Zwischen den beiden Besichtigungen genießen wir ein Mittagessen am wunderschönen Lisine-Wasserfall. Auf der Rückfahrt nach Belgrad Halt in Smederevo, dessen riesige Festung die letzte mittelalterliche Hauptstadt Serbiens war.

12. September, Belgrad – Kloster Krušedol – Sremski Karlovci – Novi Sad: Nach dem Frühstück fahren wir zum Heiligen Berg der Serben, Fruška Gora. Der „serbische Athos“ hat nicht weniger als 16 orthodoxe Klöster zu bieten. Wir statten dem eindrucksvollsten davon einen Besuch ab: dem Kloster Krušedol mit seinen wunderbaren Fresken aus dem 16. Jahrhundert. Weiterfahrt nach Sremski Karlovci. In der pittoresken Stadt an der Donau genießen wir eine Weinverkostung in einem bekannten Weinkeller. In Novi Sad Besichtigung der hoch über der Donau gelegenen Festung Petrovaradin. Diese geht auf die Römerzeit zurück und weist ein 16 Kilometer langes unterirdisches Tunnelsystem auf. Anschließend Stadtrundfahrt durch Novi Sad. Abschiedsabendessen in einem vojvodinischen Restaurant.

13. September: Novi Sad – Abreise.

 


Info

Die exklusive neuntägige Reise (5. bis 13. September 2020) kostet im Doppelzimmer 2180 Euro (Einzelzimmerzuschlag: 175 Euro). Die Mindestteilnehmerzahl beträgt zwölf Personen. Detaillierte Informationen zum Reiseverlauf und zu den Leistungen gibt es beim Reiseveranstalter Ikarus Tours GmbH:

Wolfgang Schneider
Am Kaltenborn 49–51
D–61462 Königstein
Telefon: +49 (0)6174 29 0214
E-Mail: schneider@ikarus.com

 
 

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