Achttägige DAMALS-Leserreise vom 9. bis 16. Mai 2020 Zypern – Drehscheibe der Kulturen - wissenschaft.de
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Achttägige DAMALS-Leserreise vom 9. bis 16. Mai 2020

Zypern – Drehscheibe der Kulturen

Kyrenia, im türkischen Teil der Insel gelegen, gilt als die schönste Stadt Zyperns. (Bild: iStock/nejdetduzen)

Antike Schätze, sakrale Kunst, Bauten unterschiedlichster Kulturen: Zypern ist ein Spiegel von Jahrtausenden bewegter Geschichte. Aufgrund ihrer geographischen Lage entwickelte sich die drittgrößte Insel im Mittelmeer früh zur Drehscheibe zwischen Orient und Okzident. Seit 1974 ist sie geteilt.


Unter der wissenschaftlichen Leitung von Sabine Hagemann-Breitling, Ägyptologin und Völkerkundlerin, lernen die Leserinnen und Leser von DAMALS die Insel in all ihren Facetten kennen. Für die Redaktion ist DAMALS-Chefredakteur Stefan Bergmann mit von der Partie.

9. Mai: Anreise. Linienflug mit Lufthansa nach Larnaka.

10. Mai: Kyrenia, Bellapais, Hilarion. Fahrt in den türkischen Nordteil. Seit dem Einmarsch der Türken 1974 ist die Insel geteilt: in den türkischen Norden und den südlichen Teil der Republik Zypern. Als der Staatspräsident und Erzbischof Makarios III. 1963 die Verfassung zuungunsten der türkisch-zypriotischen Minderheit verändern wollte, verschärften sich die Konflikte zwischen den beiden Volksgruppen. 1974 inszenierten griechisch-zypriotische Offiziere, unterstützt von der in Griechenland herrschenden Militärjunta, einen Staatsstreich. Als Reaktion erfolgte der Einmarsch der Türken. Auf dem Programm stehen die Stadt Kyrenia (türkisch: Girne), die schönste Stadt Zyperns mit ihrem Hafenkastell und der Burg, die bereits in byzantinischer Zeit angelegt wurde, sowie dem Schiffswrackmuseum. Danach besichtigen wir die Ruine der Abtei Bellapais, einst religiöses Zentrum der Kreuzfahrer, und die Überreste der Kreuzfahrerburg St. Hilarion.

11. Mai: Famagusta, Salamis, Barnabas-Kloster. Wir besuchen den östlichen Teil der türkischen Seite. Famagusta war seit dem 13. Jahrhundert bis zu ihrer Zerstörung durch die Osmanen 1571 die wichtigste Stadt der Insel. Der Handel mit Vorderasien und Nordafrika machte die Hafenstadt reich. Die Bewohner stifteten zahlreiche Kirchen. Bei einem Rundgang kommen wir zur venezianischen Mauer, zur Zitadelle Iò Kale und zur ehemaligen gotischen Kathedrale des heiligen Nikolaus, heute eine Moschee. Nach der Mittagspause gelangen wir zu den Ausgrabungen der antiken Großstadt Salamis, die auf fast 4000 Jahre Geschichte zurückblickt. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht zählte Famagusta mehr als 100 000 Einwohner. Die Relikte stammen überwiegend aus spätrömischer und byzantinischer Zeit. Zum Abschluss des Tages sehen wir noch das Barnabas-Kloster, dessen Ursprünge bis ins 5. Jahrhundert zurückreichen.

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12. Mai: Nikosia. Dieser Tag ist Nikosia gewidmet, der letzten geteilten Hauptstadt Europas. Zuerst besuchen wir die Johannes-Kathedrale. Die Kirche im fränkisch-byzantinischen Stil wurde im 15. Jahrhundert auf dem Fundament einer ehemaligen Benediktinerabtei erbaut und dem Apostel Johannes gewidmet. Ein Stadtrundgang innerhalb der venezianischen Wehrmauer führt uns bis zur „Green Line“, der Demarkationslinie zwischen beiden Inselteilen. Mittagspause in einer traditionellen Taverne. Am Nachmittag Besichtigung des Nationalmuseums. Die Exponate dokumentieren Tausende von Jahren Inselgeschichte. Sehenswert sind die antiken Kunstwerke der über 100 Jahre alten Sammlung. Bevor wir nach Paphos weiterfahren, unternehmen wir noch einen Spaziergang durch den nördlichen Teil Nikosias.

13. Mai: Paphos. In der Nähe von Paphos besuchen wir zunächst die Kirche Agia Paraskevi aus dem 9. Jahrhundert. Diese ist ein bedeutsames Beispiel für die byzantinische Architektur. Am späten Vormittag steht Paphos auf dem Programm. Die ehemalige Hauptstadt der Insel mit ihren zahlreichen antiken Sehenswürdigkeiten zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Dem Meer vor Paphos entstieg der Sage nach Aphrodite, die Göttin der Liebe und der Schönheit. Nachmittags besichtigen wir in Nea Paphos die römischen Villen im Archäologischen Park Paphos mit ihren herrlichen Mosaiken (zum Beispiel das Haus des Dionysos). Die dortigen berühmten Königsgräber sind ebenfalls Teil des Archäologischen Parks, der etwa ein Drittel der antiken Stadt umfasst. Die gewaltigen unterirdischen Gräber wurden aus solidem Fels gehauen und stammen aus der hellenistischen Epoche und der frühen römischen Zeit. Wir kommen auch vorbei an der frühchristlichen Basilika Chrysopolitissa mit der Säule des Apostels Paulus. Dort wurde Paulus der Legende nach zum römischen Statthalter Sergius gebracht, der später zum Christentum konvertierte. Für den Abend ist ein Treffen mit einem UN-Vertreter geplant. Dies kann jedoch erst kurz vor Reisebeginn zugesichert werden.

14. Mai: Troodos- Gebirge. An diesem Tag geht es ins imposante Troodos- Gebirge. Besondere Sehenswürdigkeiten stellen die Scheunendachkirchen dar, von denen neun zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Der Name geht auf die heruntergezogenen Satteldächer zurück, die sie wie Scheunen erscheinen lassen. Zuerst sehen wir die beiden Scheunendachkirchen Panagia tis Podithou und Archangelos Michail in Galata aus dem 16. Jahrhundert. Bei einem Spaziergang erkunden wir das unter Denkmalschutz stehende Dorf Kakopetria. Nahebei liegt die Scheunendachkirche Agios Nikolaos tis Stegis mit ihren herausragenden byzantinischen Wandmalereien. Weiterfahrt über die Höhen des Troodos nach Omodos, in eines der schönsten Weindörfer Zyperns. Dort probieren wir die Weine der Region.

15. Mai: Limassol, Kolossi. Zuerst gelangen wir nach Limassol, ehemals Kourion. Kourion war einst eines der wichtigsten Stadtkönigreiche des antiken Zypern, wurde aber im Jahr 365 bei einem Erdbeben zerstört. Besonders beeindruckend ist das prächtige griechisch-römische Theater. Ein weiterer Höhepunkt ist das Haus des Eustolios. Diese Villa, als Privathaus errichtet, wurde in der frühchristlichen Epoche in eine öffentliche Einrichtung, vermutlich eine Therme, umgewandelt. Anschließend fahren wir zur Johanniterfestung Kolossi, deren Ursprünge ins 13. Jahrhundert zurückreichen, zentrales Zeugnis für das mittelalterliche Zypern. Auf der Rückfahrt legen wir noch einen Halt am Aphrodite-Felsen Petra tou Romiou ein. Abschiedsabendessen im Hotel.

16. Mai: Kiti, Rückreise. Auf der Fahrt zum Flughafen von Larnaka legen wir noch einen Stopp in Kiti ein. Die dortige Kirche (etwa aus dem 10. Jahrhundert), der Legende nach durch Engel errichtet, besitzt herausragende Goldmosaiken. Im Anschluss Transfer zum Flughafen Larnaka und Rückflug nach Frankfurt.

 


Info

Die exklusive achttägige Reise (9. bis 16. Mai 2020) kostet im Doppelzimmer 2275 Euro (Einzelzimmerzuschlag: 315 Euro). Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 18 Personen. Detaillierte Informationen zum Reiseverlauf und zu den Leistungen gibt es beim Reiseveranstalter Karawane Reisen:

Nicole Heldmann
Schorndorfer Straße 149
71638 Ludwigsburg
Telefon: +49 (0)7141 284813
E-Mail: nicole.heldmann@karawane.de

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