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Interview

„… als gäbe es die Schriftquellen nicht“

Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich die Archäologin Dr. Babette Ludowici mit der Erforschung von „Saxones“. Sie hat als Kuratorin die gleichnamige Ausstellung konzipiert, die nacheinander in Hannover und Braunschweig gezeigt wird. Die Ausstellung korrigiert die bisherige Sichtweise auf den vermeintlichen Stamm der „Sachsen“. Mit Ludowici sprach Stefan Bergmann.

Wann sagte jemand erstmals: „Ich bin ein Sachse“?

Dr. Babette Ludowici: Seit dem 9. Jahrhundert verfassten sächsische Kleriker erste eigene Darstellungender Christianisierung der Sachsen. Der Erste, den wir kennen, der gezielt eine „Sachsengeschichte“ schrieb, ist der Mönch Widukind von Corvey. Er lebte im 10. Jahrhundert. Man muss sich klarmachen, was vorangegangen war: Rund 100 Jahre nachdem die Karolinger brutal gegen die Menschen zwischen Rhein und Elbe, die sie „Sachsen“ nannten, zu Feld gezogen waren und in Person Karls des Großen diese schließlich Ende des 8. Jahrhunderts unterworfen hatten, saßen Nachkommen dieser „Sachsen“ auf dessen Thron: zunächst Heinrich I., Herzog in Sachsen und seit 919 König des Ostfrankenreichs, und nach ihm sein Sohn Otto der Große, später römisch-deutscher Kaiser. Dass diese Elite nun sagte: „Wir sind Sachsen“ – also eine gemeinsame Identität entwickelt hatte –, war eine Folge der Eingliederung ins karolingische Reich.

Welchen Zweck sollte die „Sachsengeschichte“ erfüllen?…

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 04/2019

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