"Völkerschauen" in Deutschland Ausgestellt und angegafft - wissenschaft.de
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"Völkerschauen" in Deutschland

Ausgestellt und angegafft

Seit dem späten 19. Jahrhundert wurden in Deutschland Menschen aus exotischen Ländern wie Tiere ausgestellt. Mitglieder afrikanischer Stämme wurden etwa als „Gorilla-Neger vom Congo“ angekündigt. Solche „Völkerschauen“ bedienten die Sensationslust und verfestigten rassistische Vorurteile.

Exotisches, Mysteriöses und Andersartiges war schon immer ein Faszinosum für den Menschen, und schon immer wurde versucht, diese Neugierde zu kommerziellen Zwecken zu nutzen. So wurden seit der frühen Neuzeit, in der europäische Entdecker in alle Teile der Welt ausschwärmten, in Europa „exotische“ Menschen ausgestellt.

Im späten 19. Jahrhundert waren solche Schauen zu perfekt inszenierten Spektakeln herangewachsen, für die kräftig die Werbetrommel gerührt wurde: Ganze Dörfer samt Eingeborenen und Tieren gab es in zoologischen Gärten oder auf dem Münchner Oktoberfest zu bestaunen, Hunderte von Mitwirkenden führten Tänze, Kriegsszenen oder Alltägliches vor, die Zuschauer durften exotische Speisen kosten und fremdartiger Musik lauschen…

Autor: Dr. Anne Dreesbach und Nadine Beck

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 06/2018.

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