Silberstadt Annaberg Blick in den Alltag des Bergbaus - wissenschaft.de
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Silberstadt Annaberg

Blick in den Alltag des Bergbaus

Ein eindrucksvolles Zeugnis von der Berglandschaft und dem bergmännischen Arbeitsleben vor 500 Jahren gibt der 1521 geweihte und dem Maler Hans Hesse zugeschriebene Bergaltar in der St. Annenkirche in Annaberg. Er wurde von den örtlichen Knappschaften in Auftrag gegeben.

Die sächsischen Landesherren, deren Finanzbeamte jährlich vorrechneten, wie wichtig der Bergbau für die Staatskasse war, förderten den Abbau des Erzes durch Gründung von Städten und die Ansiedlung von Fachkräften. Sowohl die Bergstädte als auch die Bergleute wurden mit Privilegien ausgestattet. Den Bergstädten wurden Marktrecht und eigene Gerichtsbarkeit verliehen. Ihre Bürger genossen Steuernachlässe und Selbstverwaltungsrechte.

Der Silberreichtum ließ Städte wie das 1497 gegründete Annaberg schnell wachsen. 1506 umfasste die Stadt bereits 1200 Häuser und hatte die Einwohnerzahl von Dresden und Leipzig erreicht. 1509 lebten 8000 Menschen in Annaberg, 1530 schließlich 12 000. Für diese kurze Zeitspanne ein enormes Wachstum. Ähnlich schnell vergrößerten sich die benachbarten Bergstädte Schneeberg und Marienberg. Schneeberg zählte 1500 insgesamt 8000 Einwohner und Marienberg 1540 rund 5000 Einwohner. Um 1550 gehörten Annaberg, Freiberg und Marienberg zu den zehn größten Städten Sachsens.

Auf böhmischer Seite lief die Entwicklung in Joachimsthal besonders rasant…


Autor: Prof. Dr. Helmuth Albrecht

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 05/2020

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