1918 - Bayern und das Reich Früchte des Zorns - wissenschaft.de
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1918 - Bayern und das Reich

Früchte des Zorns

Das Kriegsjahr 1918 brachte nach einer letzten, kurzzeitig erfolgreichen Großoffensive im Westen die deutsche Niederlage. Das ganze Reich war kriegsmüde, die Versorgung flächendeckend schlecht. Vielerorts gärte es – auch in Bayern wuchs die Wut auf die unfähige Führung. Am Ende stürzte die Monarchie.

Was hat dieses Jahr gebracht? Was hat es genommen? … Es hat nicht den Frieden gebracht. Es hat immer nur genommen und genommen. Menschen genommen und Glauben genommen, Hoffnung genommen, Kraft genommen.“ Mit einer ähnlich negativen Gemütsverfassung wie die Künstlerin Käthe Kollwitz verabschiedeten nicht wenige Deutsche den Jahreswechsel 1917/18. Zwar hatte sich die militärische und politische Lage des Deutschen Reiches zwischenzeitlich gefestigt – vor allem nach den Niederlagen und der Auflösung des russischen Heers im Osten. Doch die allgemeine Situation und besonders die Stimmung an der deutschen „Heimatfront“ waren schlechter als jemals zuvor.

Die Verschärfung der britischen Seeblockade und der (von den Alliierten erzwungene) Stopp niederländischer und dänischer Lebensmittellieferungen sowie gravierende bürokratische Fehlentscheidungen sorgten dafür, dass sich die Ernährungslage zusehends katastrophaler entwickelte. Die zugewiesenen Lebensmittelrationen deckten nur noch etwa 50 Prozent des normalen Verbrauchs. An Unterernährung und Mangelkrankheiten starben schließlich mehr als 700 000 Menschen, vor allem waren dies Betagte und Kleinkinder. Der Tod durch Hunger und dessen Folgen gehörten in den letzten beiden Kriegsjahren gleichsam zum deutschen Alltag…

Autor: Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 11/2018.

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