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Verfolgung der „Kulaken“

Krieg gegen das Dorf

Stalin brauchte die Überschüsse der Landwirtschaft für die Industrialisierung der Sowjetunion. Die Bauern wollten sich aber nicht in die geplanten Großbetriebe zwingen lassen. Um ihren Widerstand zu brechen, wurden die Dörfer mit Terror überzogen. Hauptziel waren die „Kulaken“, die wohlhabenderen Bauern.

Das Leben ist ungewollt bitter, kummervoll, zwanghaft, unfreiwillig, aussichtslos geworden. Der ganze häusliche Besitz ist verloren, die neuen Äcker und Heuwiesen sind verloren, alle kirchlichen Feiertage, feierlichen Messen und Vergnügungen sind verloren, für immer und unwiderruflich. Geblieben ist ausweglose Zwangsarbeit.“ Diese Zeilen schrieb der Bauer Iwan Rassytschajew aus dem nordwestrussischen Dorf Ust-Kulom 1928 in sein Tagebuch, nachdem er seinen Hof hatte aufgeben und in die Kolchose hatte eintreten müssen.

Aus dem Tagebucheintrag spricht Verzweiflung und Resignation über eine Entwicklung, die das Leben der betroffenen Menschen dramatisch veränderte. Dabei bahnte sich 1928 die Tragödie erst an, die in den Folgejahren millionenfach Elend und Tod über die Bauern in der Sowjetunion bringen sollte…


Autor: Prof. Dr. Dietmar Neutatz

Den vollständigen Artikel lesen Sie in DAMALS 04/2020

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